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Pflege 28. Juni 2017

Inkontinenz: Richtig handeln

Inkontinenz: Tabuthema Nr. 1

Inkontinenz ist ein weit verbreitetes Problem, das sowohl die Harn- als auch die Stuhlentleerung betreffen kann. Ursachen und Behandlung können sehr unterschiedlich sein. Die nachlassende Kontrolle von Darm und Blase ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit. Noch immer ist sie mit einem Tabu belegt.

Selbst Ärzte halten das Problem einer Harninkontinenz häufig für zu geringfügig und sehen eine kurative Behandlung weder als möglich noch als nötig an. Zuverlässige Fallzahlen sind schlichtweg nicht zu haben. Die Schätzungen belaufen sich auf eine Häufigkeit von 5 bis 50% der Bevölkerung. Sicher ist nur, dass das Problem aufgrund des demografischen Wandels zunehmen wird.

Anhand der Symptome unterscheidet die International Continence Society fünf Formen der Harninkontinenz: Dranginkontinenz, Stressinkontinenz, unbewusster Harnverlust ohne Harndrang, postmiktionelles Tröpfeln nach der willentlichen Blasenentleerung und kontinuierlicher Harnverlust. Zu begrifflicher Verwirrung führt gelegentlich die diagnostische Einteilung in vier Formen: Dranginkontinenz, Stressinkontinenz, Reflexinkontinenz und Überlaufinkontinenz. Hinzu kommen weitere Formen der Harninkontinenz wie Mischformen, die extraurethrale Inkontinenz, Lachinkontinenz, die überaktive Blase sowie die funktionelle Harninkontinenz.

Petra Schicketanz, Simone Hartmann-Eisele, Elke Kuno, ProCare 5/2017

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