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Pflege 9. Juni 2017

Aspiration vermeiden

Die „ventilatorassoziierte Pneumonie“ (VAP) ist eine der häufigsten Infektionen bei beatmeten Patienten und geht mit einer bis um 13?Prozent erhöhten Letalität, verlängertem Aufenthalt auf der Intensivstation und erhöhten Kosten einher. Die Inzidenz der VAP wird pro 1000 Beatmungstage angegeben. Sie wird in den USA für das Jahr 2010 auf 1,4/1000 Beatmungstage auf internistischen Intensivstationen und 3,5/1000 Beatmungstage auf den chirurgischen Intensivstationen beziffert. Dabei wird zwischen einem frühen Auftreten der VAP (innerhalb der ersten 96?h) und einem späteren Auftreten unterschieden.

Als größter Risikofaktor für eine VAP gilt der liegende Endotrachealtubus (ETT), der bei Narkoseeinleitung gelegt wird. Daher gilt es, bereits während der Intubationsnarkose Maßnahmen zur VAP-Prävention zu setzen. Die Grundlage bilden stets hygienische Basismaßnahmen wie die WHO-Händehygiene mit den fünf Indikationen, der aseptische Umgang mit dem ETT, die routinemäßige Desinfektion von Flächen und Gegenständen und ein Wechsel der Beatmungsschläuche nach sieben Tagen. Vetter et al. untersuchten zusätzliche Möglichkeiten der VAP-Prävention während der Narkoseeinleitung und Intubierung bei Patienten über 18 Jahren und werteten dazu die Datenbanken PubMed, Cochrane, Ovid und CINAHL für die vorangegangenen fünf Jahre aus.

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