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Pflege 30. November 2016

Hautschäden in der Gesäßregion

Denken Sie an eine Feuchtigkeitsläsion

Nicht bei jeder Hautveränderung oder Wunde in der Gesäßregion handelt es sich um ein Druckgeschwür. Auch Inkontinenz kann zu Hautdefekten, Ekzemen und schmerzhaften Entzündungen bis hin zu einer Inkontinenz Assoziierten Dermatitis führen. Eine klare Unter- scheidung ist daher Voraussetzung für eine adäquate Behandlung.

Die Auslöser einer Inkontinenz Assoziierten Dermatitis (IAD) sind Stuhl- und Harninkontinenz, wobei die Stuhlinkontinenz als Hauptfaktor gilt. Der Einfluss der Harninkontinenz ist abhängig von ihrer Ausprägung. Der Ammoniak im Harn schädigt die Schutzbarriere der Haut und erhöht deren pH-Wert. Eine Interaktion zwischen Harn und Stuhl aktiviert zudem eiweiß- und fettspaltende Stuhlenzyme. Diese schädigen die Hornschicht, die oberste Schicht der Epidermis. Bei der IAD handelt es sich also um eine irritativ toxische Kontaktdermatitis, bei der die Hautbarriere geschädigt wird. Dadurch mindert sich die Schutz- und Abwehrfunktion der Haut gegenüber Bakterien und anderen Mikroben. Die Folge sind Entzündungszeichen wie Rötung, Mazeration und Ekzeme. Bei der IAD treten oberflächliche, nässende Wunden in Erscheinung, die je nach Tiefe und Ausmaß auch mit Blutungen einhergehen können und für den Betroffenen oft sehr schmerzhaft sind. Es gibt Hinweise darauf, dass eine IAD die Entstehung eines Dekubitus begünstigen kann.

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