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Pflege 21. Juli 2016

CED-Nurse — neue Pflege-Ausbildung

Patienten mit chronischen Darmerkrankungen besser unterstützen

Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) leiden an einer stark eingeschränkten Lebensqualität. Sie benötigen vielfältige Hilfestellungen und vor allem Zeit und Vertrauen in der Betreuung. Pflegekräfte sind oft ihre wichtigsten Ansprechpartner. Eine neue Ausbildung zur CED-Nurse soll ab dem kommenden Jahr das nötige Rüstzeug dafür zur Verfügung stellen.

Schon der Weg zur Diagnose ist für Betroffene in der Mehrzahl lange und kann bis zu Jahre dauern, denn die Symptome sind meist diffus. Die Diagnose „chronisch entzündliche Darmerkrankung“ selbst bedeutet schließlich eine gravierende Verunsicherung. Pro Jahr erkranken in Österreich etwa 1500 Personen neu an einer CED, die Betroffenen sind bei Diagnosestellung meist noch recht jung — zwischen 18 und 45 Jahren. Eine Heilung ist derzeit nicht in Sicht, wie Univ.-Prof. Dr. Harald Vogelsang, Leiter der CED-Ambulanz am AKH Wien und medizinisch-wissenschaftlicher Beirat von CED-Nursing Austria, bei der Präsentation der neuen Ausbildung Anfang Mai in Wien feststellte. Allerdings wurden in der medikamentösen Therapie in den vergangenen Jahren entscheidende Fortschritte erzielt. Lebensstilmodifikationen mit Stressvermeidung, körperliche Aktivität, Nikotinvermeidung und Ernährungsaspekte können den Verlauf der Krankheit ebenfalls beeinflussen.

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