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Pflege 6. Oktober 2015

Wissenschaft der Pflege wird Normalität

In der historischen Entwicklung der Krankenpflege, die aus der Betreuung von nahestehenden kranken und/oder sterbenden Menschen und später auch von Menschen außerhalb des eigenen Umfelds im Sinne der Nächstenliebe entstand, blieb der überprüfbare und reflektierte Aspekt des Vorgehens zunächst vernachlässigt. Die Vorgehensweisen und Erfahrungen wurden weitergegeben — aber selten hinterfragt. Allmählich rückte die Krankenpflege näher an die Medizin heran und wurde zu einer Art „Hilfsdienst“ der Medizin. Eine Perspektive, die auch heute noch bei vielen Beteiligten auf beiden Seiten ziemlich weit verbreitet ist. Dementsprechend groß war die Skepsis als engagierte Pflegepersonen begannen, pflegerisches Tun auf eine wissenschaftliche, also nach definierter Ursache und Wirkung überprüfbare und analysierte Basis zu stellen. Im angloamerikanischen Raum war dies bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Fall, wo ab 1910 Hochschulstudiengänge für die Pflege eingerichtet wurden — mit der dualen Ausbildung Pflegewissenschaft und Pflegepraxis. In der arabischen Welt begründete bereits zur Zeit Mohammeds im 7. Jahrhundert die Arzttochter Rufaida Al-Aslamiya erste Standards für die Pflege, gründete eine Krankenpflegeschule und entwickelte auch theoretische Grundlagen für die Tätigkeit der Krankenpflege.

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