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Pflege 21. April 2015

Eltern in palliativer Erkrankungssituation

Zu wenig beachtet: Die Elternrolle und die minderjährigen Kinder

Hintergrund: Eine schwere und fortgeschrittene Krebserkrankung hat Folgen für die psychosoziale Anpassung aller Familienmitglieder. Symptome psychischer Belastung werden für erkrankte und gesunde Eltern wie auch für ihre minderjährigen Kinder beschrieben.

Ziel: Der vorliegende Überblick geht den Fragen nach, welche psychosozialen Aspekte mit der palliativen Erkrankungsphase eines Elternteils einhergehen, wie Patienten ihre Elternrolle erleben, welche Auswirkungen Erkrankung und medizinische Behandlung auf die Familie und das psychische Befinden haben, welche Belastungs- und Risikofaktoren für die minderjährigen Kinder der Patienten bestehen und welche Copingstrategien sie nutzen.

Ergebnisse: Der Beitrag zeigt, wie Familien in der Bewältigung der Palliativphase unterstützt werden können. Interventionsbeispiele werden vorgestellt und Rahmenbedingungen für entlastende Kommunikation vorgeschlagen. Praxisnahe Empfehlungen runden die Übersichtsarbeit ab.

Schlussfolgerung: Zunehmend werden spezifische Interventionen für krebskranke Eltern und ihre minderjährigen Kinder entwickelt. Evaluationsstudien legen nahe, dass diese niedrigschwellig und präventiv ausgerichteten Angebote für viele Familien bereits eine große Entlastung darstellen können.

Abstract

Context: A severe and advanced parental cancer disease affects the psychosocial adaptation of all family members. Psychosocial symptoms are reported for ill and healthy parents and their dependent children.

Objective: The current review considers psychosocial aspects which are associated with parental palliative disease, how patients experience their parental role, how disease and medical treatment affect the family and individual mental health, which burdens and risk factors exist for underage children and which coping strategies they use.

Results: The review gives advice on how families can be supported during palliative parental disease. Examples for interventions are suggested and conditions for communication introduced. Practically relevant recommendations complete the article.

Conclusion: Increasingly, specific interventions for cancer parents and their minor children are developed. Evaluation studies suggest that those low-threshold and preventive interventions may represent great relief for many families.

Dr. Franziska Kühne, Dr. Corinna Bergelt, Prof. Dr. Georg Romer, Dr. Birgit Möller, ProCare 3/2015

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