zur Navigation zum Inhalt
 
Pflege 19. Februar 2015

Pilotprojekt: Medikationsmanagement in Pflegeheimen

Mehr Sicherheit mit einem pharmazeutischen, individuell konzipierten Betreuungskonzept

Das Projekt ist äußerst arbeitsintensiv, das Informationsaustausch und Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt, dem Apotheker und dem Pflegepersonal umfasst. Für den pflegebedürftigen Heimbewohner könnte damit jedoch eine individuelle Betreuung, verbunden mit mehr Sicherheit gewährleistet werden — mit einem pharmazeutischen, individuell konzipierten Betreuungskonzept.

Fall risk increasing drugs

Gerade pflegebedürftige, alte Menschen, die bereits gesundheitlich beeinträchtigt sind oder an chronischen Schmerzen leiden, nehmen eine Vielzahl von Medikamenten ein, die oft starke Nebenwirkungen haben oder in unerwünschte Interaktion treten. „Delir- und Sturzereignisse sind in vielen Fällen medikamenteninduziert oder werden durch verschiedene Wirkstoffe begünstigt“, erklärte Dr. Ekkehart Salamon von der Marien Apotheke in Wien, anlässlich der Fortbildungstage der Österreichischen Apothekerkammer in Pörtschach/Kärnten. „Mehr als 50 Prozent der Hospitalisierungstage in der Geriatrie sind delirbedingt, etwa 30 Prozent der über 65-Jährigen stürzen mindestens einmal jährlich und bedürfen medizinischer Betreuung. Beide Ereignisse führen häufig zu Krankenhausaufenthalten, oft zu einem dauernden Verlust an Lebensqualität und zu Behandlungskosten“, so Salamon, der selbst an dem Projekt mitwirkt.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben