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Pflege 15. Juli 2014

Bewegung und Demenz

Ein innovatives transdisziplinäres Gesundheitsförderungsprojekt unterstützt gemeinsame Bewegung bei demenzerkrankten Menschen.

Bewegungsförderung im Alter führt zu einer Verbesserung der allgemeinen Bewegungsfähigkeit, der Muskelkraft, des Gleichgewichts oder auch der Stabilität beim Stehen [3,7]. Ebenso lassen sich in Hinblick auf die psychische Gesundheit und die kognitiven Fähigkeiten positive Auswirkungen feststellen [5]. Zudem zeigen sich positive Effekte auf die Gesundheit im Allgemeinen und die Lebensqualität bei gleichzeitiger Reduktion der Gesundheitskosten [2]. Die Interventionen richten sich allerdings zumeist an „rüstige“ ältere Menschen, Zielgruppen mit erhöhter Vulnerabilität wie beispielsweise demenzerkrankte Menschen werden hingegen selten berücksichtigt [3]. Daher widmet sich das an der Fachhochschule Kärnten realisierte Projekt „GiB — Gesundheit in Bewegung“ der Konzipierung von Maßnahmen der Bewegungsförderung für Menschen mit Demenz.

Um der Komplexität dieses Forschungs- und Interventionsfeldes gerecht zu werden, kooperieren Vertreter unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen: Gesundheits- und Pflegemanagement, Ergotherapie, Soziale Arbeit und Physiotherapie arbeiten gemeinsam an der Thematik Bewegung und Demenz, um Lösungen für die Praxis zu entwickeln. Es gilt aber nicht nur die Grenzen der beteiligten Wissenschaftsdisziplinen zu überschreiten, sondern auch Akteure aus dem Praxisfeld sowie Zielgruppenvertreter zu beteiligen, wodurch das Projekt die Forderung nach Transdisziplinarität erfüllt [4].

FH-Prof. Mag. Dr. Eva Mir, Doris Gebhard, Gottfried Webernig, Elena Fluch, Angelika Mitterbacher, Mario Bokalic, ProCare 5/2014

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