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Pflege 9. Juli 2014

Entlassung aus einer Hand

Case-Management und Pflegeüberleitung auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress in Hamburg

Pflegeüberleitung und klassischer Sozialdienst: Das läuft in vielen Krankenhäusern getrennt. Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) dagegen sind beide Bereiche zusammengeführt. Egal, ob es um Fragen zur Berentung oder zum Schwerbehindertenausweis geht, um die häusliche Versorgung oder die Suche nach einem passenden Pflegeheim: „Die Patienten bekommen bei ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus eine Beratung aus einer Hand", berichtet Robert Green, pflegerischer Direktor am UKSH, Campus Kiel. Das UKSH ist Kooperationspartner des 12. Gesundheitspflege-Kongresses, der am 24. und 25. Oktober in Hamburg. organisiert von Springer Medizin, stattfindet. Eine Veranstaltung wird sich dem Thema Case-Management und Überleitungspflege widmen.

Vor zwei Jahren wurde das Modell am UKSH eingeführt. Seitdem arbeiten im Sozialdienst zwei Berufsgruppen: Sozialarbeiter bzw. -pädagogen und Pflegefachkräfte. Ein solches Team ist immer für mehrere Kliniken des UKSH zuständig, die zu Clustern zusammengefasst wurden. „Dieses Modell hat sich sehr gut bewährt, weil wir dadurch Doppelstrukturen vermeiden", sagt Green. Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialdienste am UKSH haben eine Weiterbildung als Case-Manager absolviert. „Das Entlassmanagement mit der sozialrechtlichen Beratung und der Pflegeüberleitung zu vernetzen, gesteuert durch die Primary Nurse – das ist", so Green, „eine Form von Case-Management."

Von Patientensicherheit bis Ethik

Weitere Themen, die beim Gesundheitspflege-Kongress diskutiert werden: Patientensicherheit, Wund- sowie Hygienemanagement, Mitarbeitergesundheit und Ethik im Klinikalltag. Neben dem UKSH sind auch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die Asklepios Kliniken Hamburg, das Albertinen-Diakoniewerk, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Kooperationspartner des Gesundheitspflege-Kongresses. Schirmherrin ist Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, die in diesem Jahr den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz übernommen hat.

springermedizin.de

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