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Pflege 11. April 2014

Architektur für Menschen mit Demenz

Höheres Wohlbefinden, bessere Orientierung und längere Selbstständigkeit als Ziel.

Die Zahl der Menschen mit Demenz wächst kontinuierlich. 2010 lebten nach Schätzungen weltweit etwa 35.6 Millionen mit einer Demenz. Diese Zahl wird sich alle 20 Jahre verdoppeln, sodass für das Jahr 2050 etwa 115 Menschen mit einer Demenz erwartet werden (Prince et al., 2013). Für die Betroffenen selbst, ihre Angehörigen und insbesondere die Pflegeeinrichtungen und -anbieter stellt diese Entwicklung eine große Herausforderung dar. Menschen mit Demenz benötigen zunächst zwar nur Unterstützung bei ihrer Alltagsbewältigung, werden aber mit Fortschreiten der Krankheit sehr schnell von umfassenden Pflegeleistungen abhängig.

Da die medizinische Forschung zur Therapie von Demenzen bisher noch nicht die erhofften Durchbrüche erzielt hat, rücken die nicht-medikamentösen Herangehensweisen immer mehr ins Zentrum des wissenschaftlichen Interesses. Dazu zählt auch die Anpassung der gebauten Umwelt an die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz. Seit mehr als 30 Jahren zeigen Studien auf, dass die Architektur einen therapeutischen Effekt haben kann, indem sie das Wohlbefinden, das Verhalten, die Selbstständigkeit und die Funktionalität von Menschen mit Demenz positiv beeinflusst (Day & Carreon, 2000; Fleming & Purandare, 2010; Tilly & Reed, 2008). In einer eigenen Übersichtsarbeit des bisherigen Forschungsstandes zu Architektur und Demenz sichteten und bewerteten wir die bisher vorliegende Literatur. Insgesamt wurden 169 Studien aus den Jahren von 1980 bis 2013 identifiziert.

Dr.- Ing. Gesine Marquardt, Kathrin Büter, Tom Motzek, ProCare 3/2014

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