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Jede an einer Fokusgroup teilnehmende Person soll auch zu Wort kommen.
 
Pflege 11. September 2013

Focus Groups

Eine besondere Art Gruppen zu interviewen.

 Im Rahmen pflegewissenschaftlicher Forschung werden Focus Groups (2) vielfach angewendet und sind eine ständig an Bedeutung gewinnende Methode, wie verschiedenste Reviews zeigen (Halcomb, Gholizadeh, DiGiacomo, Philips & Davidson, 2007; Jayasekara, 2012). Oftmals finden Prozesse wie Brainstorming, Entscheidungsfindung oder Evaluation gemeinsam in Gruppen statt. Dabei werden Ideen diskutiert, Lösungsmöglichkeiten überlegt und Kompromisse ausgehandelt. Eine wissenschaftlichen Kriterien entsprechend durchgeführte Fokusgruppe abzuhalten, bedeutet jedoch viel mehr, als Personen an einen Tisch zu bitten, um sich dort auszutauschen und zu unterhalten.

 

Eine Focus Group ist ein spezieller Typus einer Gruppe, die einen definierten Zweck verfolgt, über eine bestimmte Zusammensetzung verfügt, eine vorgegebene Größe aufweist, sowie detailliert geplant und durchgeführt wird (Krueger & Casey, 2009; 3). Ziel dabei ist die Ermittlung von (Gruppen-) Meinungen bezüglich eines definierten, abgegrenzten Wissensbereiches im Zuge einer geführten Diskussion (Mayer, 2011; Krueger & Casey, 2009).

Focus Groups — viele Einzelinterviews auf einen Schlag?

Der Sinn von Focus Groups ist, zuzuhören und Informationen zu sammeln, um besser verstehen zu können, wie Personen fühlen, über ein Thema denken, kurzum welche Meinung sie haben. Insofern unterscheiden sie sich nicht von einem Einzelinterview. Aus diesem Grund könnte daraus geschlossen werden, dass es sich bei dieser Methode um viele Einzelinterviews handelt, die zum gleichen Zeitpunkt stattfinden. Focus Groups sind jedoch kein Weg, um möglichst schnell an viele Interviewpersonen zu kommen, denn Interviews mit Gruppen unterscheiden sich von Einzelinterviews insofern, als besonders die Interaktion der teilnehmenden Personen genutzt wird, um Daten zu erhalten und diese auch zu verstehen (Kean, 2000). Wichtig ist zu bedenken, dass sich nicht jede Thematik dazu eignet, mittels Fokusgruppen elaboriert zu werden. Besonders bei sensiblen oder intimen Themen, sollte ganz genau darüber nachgedacht werden, ob Menschen in einer Gruppe darüber sprechen können, oder ob in diesem Fall nicht doch Einzelinterviews besser geeignet sind (Hollander, 2004).

Zu bedenken gilt es vor allem auch die Rolle des Interviewenden in Focus Groups. Diese unterscheidet sich in der Durchführung von Fokusgruppen stark von der Aufgabe der Interviewführung in einem Einzelinterview. Im Zuge der Durchführung von Fokusgruppenforschung geht es darum, die Rolle eines Moderators einzunehmen, die Diskussion zu lenken und darauf Acht zu geben, dass jede teilnehmende Person zu Wort kommt (Krueger & Casey, 2009).

Charakteristika von Focus Groups

Nach welchen konkreten Kriterien setzt sich nun eine Fokusgruppe zusammen? Personen werden zur Teilnahme an einer Fokusgruppe ausgewählt, weil sie bestimmte Eigenschaften haben, die im Zusammenhang mit der Forschungsfrage stehen. Meist verbindet sie etwas Gemeinsames (Wissen, eine gemeinsame Erfahrung oder es handelt sich um Experten auf einem bestimmten Gebiet). Die optimale Größe von Focus Groups beläuft sich auf sechs bis zehn Teilnehmer. Ist die Gruppe zu klein, besteht die Gefahr, dass die Diskussion nicht in die Gänge kommt. Bei einer zu großen Teilnehmeranzahl wird es schwieriger, die Diskussion zu leiten und zu gewährleisten, dass jeder zu Wort kommt.

Fokusgruppen werden, wie bereits erwähnt, durch einen Moderator geleitet. Dieser hat die Aufgabe Initialfragen zu stellen, um eine Diskussion in Gang zu setzen, entstehende Gespräche aufrechtzuerhalten und zu moderieren. In der Re- Institut für Pflegewissenschaft „Darf ich vorstellen ...?“ gel ergibt sich die fokussierte Diskussion mithilfe eines Leitfadens (in der Fokusgruppenforschung spricht man von Skript). Das Skript enthält vor allem auch ungefähre Zeitangaben, wie lange die Diskussion um ein Themengebiet kreisen kann. Ist diese Zeit erreicht, ist es die Aufgabe des Moderators, auf andere Aspekte überzuleiten. Die Dauer von Focus Groups ist im Vergleich zu anderen qualitativen Datenerhebungsmethoden relativ lang. Für die Durchführung oder Teilnahme an einer Fokusgruppe ist es sinnvoll, zwei bis drei Stunden anzuberaumen. Die lange Dauer erklärt sich damit, dass alle Teilnehmer zu Wort kommen sollen und es einer Aufwärm-Phase bedarf, bevor die Hauptdiskussionsphase beginnen kann. Ziel ist dabei nicht Konsensus zwischen den Teilnehmern anzustreben, sondern die Meinung verschiedener Teilnehmer und die daraus entstehende Diskussion festzuhalten (Webb & Kevern, 2001). Zum Abschluss sollte für die Gruppe noch genügend Zeit zur Verfügung stehen, um gemeinsam zu reflektieren, zusammenzufassen sowie aus der Diskussion auszusteigen (Mayer, 2011; Krueger & Casey, 2009; Lamnek, 2005) (Beispiel Teil 1).

Planung von Focus Groups

Am Beginn der Planung stehen Überlegungen zu den möglichen Teilnehmern bei den einzelnen Fokusgruppen. Das Ziel bei der Zusammenstellung einer Fokusgruppe ist nicht eine repräsentative Stichprobe, wie dies oftmals bei quantitativen Erhebungen der Fall ist, sondern eine gezielte Auswahl, um eine bestimmt Personengruppe in einer Art Schnappschuss der Realität abzubilden (Halcomb et al., 2007).

Bei Teilnehmern kann es sich sowohl um künstliche als auch natürliche Gruppen handeln. Künstliche Gruppen entstehen nur durch gemeinsame Erfahrungen wohingegen natürliche Gruppen auch außerhalb der Fokusgruppe Gemeinsamkeiten aufweisen, wie beispielsweise eine Schulklasse. Die Teilnehmer können entweder ähnlich in ihren wesentlichen Eigenschaften sein und dadurch eine homogene Gruppe bilden, oder aber sie unterscheiden sich in den relevanten Eigenschaften und bilden daher eine heterogene Gruppe. (Beispiel Teil 2)

Nachdem die Kriterien für die Teilnehmer festgelegt sind, muss eine Strategie entwickelt werden, um ausreichend Personen für die Durchführung zu gewinnen. Dabei gibt es keine spezielle Methode für Focus Groups, sondern es wird auf allgemeine Rekrutierungsmethoden der qualitativen Forschung zurückgegriffen. Öffentliche Aushänge oder auch eine gezielte Ansprache von potenziellen Teilnehmern sind häufig gewählte Methoden, um ausreichend Personen zu erreichen.

Anders als bei einem Einzelinterview können in der Diskussion mehrere Stimmen gleichzeitig zu hören sein, dies macht es umso wichtiger, dass der Ort, an dem die Focus Groups stattfinden, möglichst ruhig ist, damit die Tonqualität der Aufnahme nicht gefährdet wird. (Beispiel Teil 3)

Mithilfe des entwickelten Skripts kann gewährleistet werden, dass alle Focus Groups denselben Ablauf haben und so die Antworten und Diskussionen der Teilnehmer vergleichbar werden (Jayasekara, 2012). Ein Skript ermöglicht es auch, über die geplante Fokusgruppe mit anderen Forschern zu diskutieren, um mögliche Schwachstellen schon vor der ersten Durchführung auszumerzen, sowie die organisatorische Planung zu erleichtern (Krueger & Casey, 2009).

Im Zuge der Durchführung von Focus Groups können unterschiedlichste Medien zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Flipcharts oder Computergestütztes, wie Power Point. Es sollten immer mindestens zwei Forscher anwesend sein. Dadurch kann sich eine Person vollständig dem Moderieren widmen, während die zweite Person bereits während der Fokusgruppe Notizen über den Verlauf der Diskussion machen kann (Krueger & Casey, 2009). (Beispiel Teil 4)

Durchführung von Focus Groups

Es gibt gewisse persönliche Eigenschaften beziehungsweise Fähigkeiten, die für die Führung von sowohl qualitativen Interviews als auch für das Moderieren von Focus Groups wichtig sind. Dazu zählen der Respekt vor den Teilnehmern, die Wertschätzung ihrer Insiderperspektive auf die untersuchte Thematik, der Versuch die Sicht der Interviewten zu verstehen, grundlegende Kenntnisse über das zugrundeliegende Forschungsthema, die Fähigkeit Pausen, in denen nicht gesprochen wird, auszuhalten, sowie allen Beteiligten das Gefühl zu geben, dass alles gesagt werden kann (Krueger & Casey, 2009). Die Herausforderung bei Focus Groups ist die Anzahl der Teilnehmer. Dadurch ist es einerseits nicht möglich, sich auf eine Person zu konzentrieren und andererseits muss der Moderator trotzdem jeden Teilnehmer in die Diskussion einbinden und ihm das Gefühl geben ein wichtiges Mitglied zu sein.

Direkt vor dem Beginn einer Fokusgruppe ist es wichtig, dass sich der Moderator konzentriert und noch einmal den geplanten Ablauf durchgeht. Die Fragen an die Gruppe müssen im Diskussionsverlauf fließend und frei gestellt werden. Ein Ablesen vom Zettel kann schnell zu einem Frage — Antwort Verhalten ohne Diskussion führen (Krueger & Casey, 2009). Der Assistent kontrolliert direkt vor Beginn einerseits die Aufnahmegeräte auf Funktionsfähigkeit und auf deren richtige Positionierung und andererseits die Menge der benötigten Ressourcen, wie beispielsweise Stifte für die Teilnehmer (Krueger & Casey, 2009). (Beispiel Teil 5)

In den ersten drei bis fünf Minuten wird das anwesende Forschungsteam vorgestellt, die Thematik der Diskussion kurz erläutert und die Regeln für die Diskussion, wie beispielsweise gegenseitiges ausreden lassen, werden festgelegt. Der Forscher kann hier auch verdeutlichen, dass er kein Diskussionsmitglied ist, sondern lediglich eine moderierende Rolle einnimmt. Anschließend werden alle Teilnehmer gebeten, sich selbst vorzustellen und ihren Bezug zum Thema zu erläutern (Lamnek, 2005). (Beispiel Teil 6)

Im Anschluss an die Vorstellung wird vom Moderator ein Anreiz, durch ein provokantes Zitat oder etwas Ähnliches, für den Einstieg in die Diskussion gegeben. Im Verlauf der so gestarteten Fokusgruppe ist es wichtig, darauf gefasst zu sein, dass die Teilnehmer möglicherweise vom Thema abkommen oder auch zu einer Frage kommen, die noch nicht gestellt wurde. Bei einer Abweichung vom eigentlichen Forschungsinteresse muss der Moderator eingreifen und wieder zurückleiten zur ursprünglichen Thematik (Krueger & Casey, 2009).

Nicht jeder Teilnehmer in einer Diskussion verhält sich gleich und meistens zeigen sich sehr schnell unterschiedliche Charaktere. Es kann passieren, dass jemand in der Gruppe sich nur wenig oder auch gar nicht zu Wort meldet. Ein sogenannter Schweiger ist für die Diskussion schwierig, da er nichts beiträgt. Die Gründe können vielfältig sein, es ist jedoch so, dass das Schweigen nicht auf Meinungslosigkeit zurückgeführt werden kann. Der Moderator kann versuchen, durch häufigen fragenden Blickkontakt zum Reden zu animieren, gelingt dies nicht, kann eine direkte Frage an den Schweiger als Hilfe genommen werden, um das Eis zu brechen und so alle Teilnehmer zu involvieren. Im Gegensatz dazu steht der Vielredner, diese Person wäre ohne Eingreifen ein Alleinunterhalter. Durch geschickte Moderation kann die Aufmerksamkeit auf andere Teilnehmer gelenkt werden. Wenn dies nicht funktioniert, kann es hilfreich sein, nochmals darauf hinzuweisen, dass die Meinungen von allen Teilnehmern wichtig und relevant sind (Lamnek, 2005).

Nachdem alle Themen angesprochen wurden, wird von Seiten des Moderators die Diskussion zusammengefasst. Die Teilnehmer bekommen so noch einmal die Möglichkeit etwas richtig zu stellen oder etwas hinzuzufügen. Abschließend wird noch der weitere Verlauf der Studie, sowie der Zugang zu den Ergebnissen, beziehungsweise auf welchem Weg die Teilnehmer davon erfahren, geklärt (Lamnek, 2005; Krueger & Casey, 2009).

Abschluss beziehungsweise was kommt danach?

Nachdem die Teilnehmer einer Fokusgruppe verabschiedet wurden, beginnt die Nachbearbeitung für das Forschungsteam. Bei der Arbeit mit Materialien zur Visualisierung von Gesprächsinhalten ist es wichtig, die Ergebnisse zu photographieren, um diese dann gemeinsam mit der transkribierten Diskussion auswerten zu können. Bei Focus Groups gibt es nicht die eine richtige Methode auszuwerten. Je nach Ziel der Studie kann eine sehr detaillierte Auswertung hilfreich sein oder auch ein erneutes Durchlesen der Diskussion ausreichend sein. Dabei ist immer abzuwägen, ob die zur Verfügung stehenden Ressourcen im Verhältnis zu einer detaillierten Analyse stehen (Krueger & Casey, 2009). (Beispiel Teil 7)

Fazit

Bei Focus Groups handelt es sich um eine anspruchsvolle Interviewmethode, deren Planung und Durchführung zwar mit hohem zeitlichen und organisatorischen Aufwand verbunden ist, deren Output jedoch wichtige Aufschlüsse über unterschiedliche Meinungen zulässt. Wichtig in der Durchführung ist, unbedingt als Forschungsteam, sowohl in der Datenerhebungs- als auch in der Auswertungsphase, zu agieren. Im Zuge pflegewissenschaftlicher Forschung sind Focus Groups eine gute und empfehlenswerte Methode, um Gruppenmeinungen zu erfassen und zu analysieren. Die als Beispiel herangezogene Evaluationsforschung hat gezeigt, dass durch eine angeleitete Diskussion Themen angesprochen werden, die eher zufällig von einem Teilnehmer erwähnt werden. Bei einem Einzelinterview würden diese Themen wenig bis kaum Platz finden. Durch die Dynamik der Gruppe können interessierende Aspekte vielfach ausführlicher diskutiert und ausgeführt werden.

Beispiel Teil 1

Im Rahmen einer 2011 durchgeführten Evaluationsstudie am Institut für Pflegewissenschaft der Universität Wien wurden unter anderem Focus Groups eingesetzt, um der Frage der Umsetzung eines Versorgungsstrukturprojekts im Palliativbereich und den persönlichen Erfahrungen der involvierten Personengruppen nachzugehen. Zum einen ging es darum, die Präferenzen und Problemsicht der Mitarbeiter von Hospiz- und Palliativteams auf die Versorgungswirklichkeit aufzuzeigen. Zum anderen war es Ziel, die Sichtweise der Steuerungsgruppe des Projektes (Palliative Care Beauftragte) zu beleuchten. Die im Rahmen der Fokusgruppen zu befragenden Gruppen waren demnach

  • multiprofessionelle, interdisziplinäre Hospiz- und Palliativteams (Abbildung der Sichtweise der Umsetzer)
  • Palliative Care Beauftragte (Abbildung der Sichtweise des Projektmanagements)
Beispiel Teil 2

In der bereits dargestellten Studie wurde je eine Fokusgruppe mit Mitgliedern aus den multiprofessionellen, interdisziplinären Palliativ- und Hospizteams durchgeführt, sowie eine Fokusgruppe mit den Palliativ-Care-Beauftragen. Die Anzahl der Team-Fokusgruppen war durch die fünf Gesundheitsregionen, und die Gruppe der Palliativ-Care-Beauftragten auf sechs festgelegt. Die Gruppen der Teams waren heterogene, künstliche Gruppen. Die Teilnehmer kannten sich teilweise aufgrund ihrer Tätigkeiten, hatten jedoch unterschiedlichste Berufe als Hintergrund und in ihrer täglichen Arbeit keinen Kontakt zueinander. Alle Beteiligten hatten Erfahrungen in der palliativen Betreuung von Patienten und so konnte eine Diskussion aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfolgen. Eine besondere Rolle nahmen die Palliativ-Care-Beauftragten ein, diese Gruppe war eine homogene, natürliche Gruppe. Die Gruppengröße variierte zwischen acht und zwölf Teilnehmern.

Beispiel Teil 3

Im vorliegenden Projekt wurden von den Palliativ-Care-Beauftragen Informationsblätter an alle mobilen und stationären Hospiz- und Palliativteams gesendet, mit der Bitte sich bei Interesse zu melden. Die Bereitschaft an einer Diskussion teilzunehmen war sehr groß und so mussten manche potenziellen Teilnehmer abgelehnt werden, um die Größe der Gruppen einhalten zu können.

Beispiel Teil 4

In dem konkreten Beispiel wurde ein detailliertes Skript mit dem geplanten Ablauf der Fokusgruppe sowie mit den unterschiedlichen Aufgaben der Forscherinnen erstellt. Mithilfe dieser Liste konnte vor jeder einzelnen Fokusgruppe noch einmal genau durchgegangen werden, ob alle Ressourcen, wie beispielsweise das entsprechende Diktiergerät mit Mikrofonen, oder auch die Kärtchen für das entstehende Plakat, vorhanden waren. Während der Fokusgruppe machte die Assistentin einerseits einen Sitzplan der anwesenden Personen, sowie Notizen über die wichtigsten Entwicklungen in der Diskussion.

Beispiel Teil 5

In der bereits erwähnten Studie fanden die Fokusgruppen immer in Räumen d er Teams statt und das Forschungsteam war immer 30 bis 60 Minuten v or Beginn der Diskussion vor Ort. In dieser Vorbereitungszeit konnte die Moderatorin sich mit den Räumlichkeiten vertraut machen, die Sitzmöglichkeiten abklären und den Ablauf noch einmal durchgehen. Währenddessen stellte die Assistentin die Diktiergeräte auf, machte Sprachtests, verteilte Namenskärtchen und Stifte. Den Teilnehmern wurden Getränke zur Verfügung gestellt, auf weitere Verpflegung wurde jedoch verzichtet, um die Tonqualität der Aufnahmen nicht zu gefährden, da beispielsweise Rascheln von Verpackungen, Gesprochenes übertönen kann.

Etwa zehn Minuten vor Beginn einer Fokusgruppe trafen die Teilnehmer ein, die vom Forschungsteam herzlich willkommen geheißen wurden, so konnte vom ersten Augenblick an eine freundliche und offene Atmosphäre geschaffen werden.

Literatur:
  1. EJ Halcomb L Gholizadeh M DiGiacomo J Philips P Davidson 2007 Literature review: considerations in undertaking focus group research with culturally and linguistically diverse groups Journal of Clinical Nursing 16 6 1000 1011 17518876 10.1111/j.1365-2702.2006.01760.x Halcomb, E.J.; Gholizadeh, L.; DiGiacomo, M.; Philips, J.; Davidson, P. (2007). Literature review: considerations in undertaking focus group research with culturally and linguistically diverse groups. Journal of Clinical Nursing, 16 (6), 1000–1011.
  2. J Hollander 2004 The Social Contexts of Focus Groups Journal of Contemporary Ethnography 33 602 637 10.1177/0891241604266988 Hollander, J. (2004). The Social Contexts of Focus Groups. Journal of Contemporary Ethnography. 33, 602–637.
  3. RS Jayasekara 2012 Focus groups in nursing research: Methodological perspectives Science Direct 1 6 Jayasekara, R.S. (2012). Focus groups in nursing research: Methodological perspectives. Science Direct. 1–6.
  4. S Kean 2000 Focus Group Interviews. A qualitative research approach to nursing Pflege 13 3 145 151 10969580 10.1024/1012-5302.13.3.145 1:STN:280:DC%2BD3M7itVWgsQ%3D%3D Kean, S. (2000). Focus Group Interviews. A qualitative research approach to nursing. Pflege 13 (3), 145–151.
  5. RA Krueger MA Casey 2009 Focus Groups. A practical guide for apllied research 4th Edition Sage Publications Thousand Oaks, CA Krueger, R.A. & Casey M.A. (2009). Focus Groups. A practical guide for apllied research. 4th Edition. Thousand Oaks, CA: Sage Publications.
  6. S Lamnek 2005 Qualitative Sozialforschung. Lehrbuch 4. Auflage Beltz Verlag Weinheim, Basel Lamnek, S. (2005). Qualitative Sozialforschung. Lehrbuch. 4. Auflage. Weinheim, Basel: Beltz Verlag.
  7. H Mayer 2011 Pflegeforschung anwenden. Elemente und Basiswissen für Studium und Weiterbildung 3. Auflage Facultas Verlag Wien Mayer, H. (2011). Pflegeforschung anwenden. Elemente und Basiswissen für Studium und Weiterbildung. 3. Auflage. Wien: Facultas Verlag.
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  9. C Webb J Kevern 2001 Focus groups as a research method: a critique of some aspects of their use in nursing research Journal of advanced nursing 33 6 798 805 11298218 10.1046/j.1365-2648.2001.01720.x 1:STN:280:DC%2BD3M3gvFyitg%3D%3D Webb, C. & Kevern, J. (2001). Focus groups as a research method: a critique of some aspects of their use in nursing research. Journal of advanced nursing, 33(6), 798–805.
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Mag. Maria Daniel, Mag. Johanna Breuer, Univ.-Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer, ProCare 6/7/2013

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