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Pflege 20. Juni 2013

Tier-Mensch-Beziehung im Pflegeheim

Zusammenfassung

Ein Haustier ist für viele ältere Menschen ein oft langjähriger Begleiter und treuer Weggefährte. Demzufolge kann es auch ein Wunsch künftiger Bewohner eines Alten- oder Pflegeheims sein, ihr Haustier dorthin mitzunehmen. Dies gestaltet sich oftmals sehr schwierig, da die betreffenden Alten- oder Pflegeheime ihre Strukturen dahingehend nicht ausgerichtet haben. In diesem Beitrag wird eine Studie vorgestellt, die sich damit beschäftigt, welche Haltung bei Verantwortlichen von Alten- und Pflegeheimen in Österreich besteht, wenn beim Heimeinzug die Mitnahme eines Hundes beabsichtigt wird. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein qualitatives Studiendesign gewählt, indem einerseits ein strukturiertes Alltagsgespräch mit den Verantwortlichen von Alten- und Pflegeheimen und eine verdeckte teilnehmende Exploration des Forschungsfelds durchgeführt wurden. Andererseits erfolgte eine Dokumentenanalyse, indem die Gründe für die Mitnahme eines Hundes bzw. die Absage mit den Aussagen des Leitbilds in den Alten- oder Pflegeheimprospekten sowie mit dem Pflegekonzept verglichen wurden.

In den Ergebnissen ist klar zu sehen, dass dies eine große Schwierigkeit darstellt und von den befragten Alten- oder Pflegeheimen mehrheitlich nicht ermöglicht werden kann.

Dennoch sollte sich die Altenhilfe zukünftig darauf einstellen, individuelle Wünsche — wie die Mitnahme eines Hundes — ermöglichen zu können und Konzepte zu entwickeln, die ein individuelles Wohnen im Alten- oder Pflegeheim gewährleisten.

Abstract

For many older people a pet is often a long-time partner and faithful companion. Accordingly, it is also the desire for future residents of a nursing home to take their pet with them. However, it is difficult to implement this desire because the homes are not structurally equipped to deal with pets. In this article a study is presented which deals with the attitude of the management of nursing homes in Austria when new residents intend to bring a dog with them. To answer the research question a qualitative study design was selected in which a structured interview with the personnel in charge of nursing homes as well as a covert participant exploration in the field of research were conducted. On the other hand a document analysis was carried out in which the reasons for bringing a dog or a refusal were compared with the mission statements in the prospectus and with the nursing home concept. From the results it can clearly be seen that this represents a great problem and cannot be made possible by the majority of nursing homes surveyed. Nevertheless, assistance for the elderly should in the future be prepared to be able to cater for individual needs and to develop concepts which ensure an individual existence in nursing or care homes, as represented by the desire to bring along a dog.

Roswitha Scheibeck, Martin Pallauf, Bernd Seeberger
, ProCare 5/2013

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