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Pflege 20. Dezember 2012

Hartnäckig bleiben!

Die Ausbildung ist nicht nur für Pflegeberufe derzeit heiß diskutiert. Zwar weiß man – mehr oder weniger – wo man hin will, die Art und Weise ist aber weniger deutlich. Verschiedene Möglichkeiten sind historisch gewachsen und häufig modifiziert und bestehen alle nebeneinander.
So gibt es noch immer Widerstand, die Grundausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege mit der Matura zu verknüpfen, womit Österreich gemeinsam mit Deutschland unter den letzten Staaten in Europa ist, wo dies nicht der Fall ist.

Noch immer werden flotte Sprüche über die unnötige Hochschulausbildung für Pflegepersonen auf FH-Niveau und später Universitätsebene geklopft und wird wissenschaftliches Arbeiten für die Pflege als überflüssig dargestellt. Andererseits sehen Fürsprecher einer universitären
Ausbildung für die Krankenpflege nicht die Notwendigkeit der Durchlässigkeit zwischen den unterschiedlichen Ausbildungsformen
und bewirken damit Vorbehalte und Ressentiments jener, die hochqualifiziert und mit großer Erfahrung und Kompetenz eben nicht universitär bereits im System arbeiten.

Der Österreichische Gesundheits- und  Krankenpflegeverband behandelt mit der Arbeiterkammer in einer von vier Arbeitsgruppen das Thema Bildung mit Schwerpunkt Ausbildung. Die bestehenden Richtungen sollen in eine Struktur gebracht werden, von der aus sich ineinandergreifende
Linien ableiten lassen. So geht es einmal um die Anerkennung von Vorqualifikationen, um die Zusammenführung verschiedener Ausbildungsformen und Kompetenzen und Qualifikationsprofile und schließlich auch um Ausbildungskapazitäten und die Finanzierung.
Ziel ist eine Ausbildungsreform für die Pflegeberufe und eine Verankerung im tertiären Bildungssektor, wie ÖGKV-Präsidentin Ursula Frohner kürzlich beim Pflegekongress in Wien feststellte, und eine horizontale und vertikale Durchlässigkeit. Dazu wird es einiger Hartnäckigkeit bedürfen, doch die Chancen stehen auf dieser Grundlage gut

meint Ihre
Verena Kienast

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