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Pflege 27. Februar 2012

Modernste Palliativ-Station Europas ensteht in Wien

Am Wiener Wilhelminenspital wird Mitte des Jahres die modernste Station für sogenannte Palliativmedizin eröffnet. Ende vergangener Woche gab es dazu ein Symposium in Wien. Eine Umfrage unter den 470 Patienten, die im vergangenen Jahr von dem bereits bestehenden ambulanten Team für Palliativmedizin der Abteilung am betreut wurden, zeigt die Bedürfnisse der Patienten:
  • 91 Prozent litten an Schwäche
  • 74 Prozent klagten über Appetitlosigkeit
  • 71 Prozent über Mundtrockenheit.
  • 55 Prozent kämpften mit der "Traurigkeit"
  • 54 Prozent hatten "Schlaflosigkeit"


als wichtigste psychische bzw. psychiatrische Belastungen.

  • 46 Prozent litten an Obstipation
  • 39 Prozent an Atemnot
  • 27 Prozent an Schmerzen


"Die Palliativmedizin versteht sich heute als Begleitung des gesamten Krankheitsweges. (...) Durch ein unmittelbar nach der Diagnose erstelltes Betreuungskonzept werden palliative und supportive Interventionen symbiotisch zusammengeführt, um die physische, psychische, emotionale und spirituelle Befindlichkeit der Betroffenen zu optimieren. Die Betreuung der engsten Angehörigen und die verfügbaren sozialen Unterstützungsmöglichkeiten werden sinnvoll eingebunden," so Heinz Ludwig (Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung - Zentrum für Onkologie und Hämatologie, Wilhelminenspital, Wien), in dessen Abteilung die neue Station integriert wird.


Ziel sei es, durch eine umfassende palliativ- und supportivmedizinische Betreuung bereits vom Zeitpunkt der Diagnose an die Lebensqualität signifikant zu verbessern sowie mitunter auch die Lebensdauer der Betroffenen zu erhöhen, hieß es bei der Veranstaltung. Es gehe um die Einbeziehung der Patienten in die Behandlung, um die physischen, emotionalen, psychischen, spirituellen und sozialen Bedürfnisse der Betroffenen. Unter all diesen Faktoren ist einer bemerkenswert: 79 Prozent der Befragten bei der Umfrage wünschten sich allerdings eine Betreuung zu Hause.

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