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Pflege 22. Dezember 2010

Untersuchung über die Esskultur in Alters- und Pflegeheimen in Vorarlberg (Österreich)

HINTERGRUND: Die richtige und bedarfsgerechte Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für ein langes Leben in Gesundheit. Besonders die gesellschaftskulturellen und sozialen Aspekte der Ernährung in geriatrischen Betreuungseinrichtungen stellen für Pflegepersonen eine große Herausforderung dar. ZIEL: Wie stellt sich das soziale Leben in Bezug auf das Essen in diesen Einrichtungen dar? Kann in Pflegeeinrichtungen auf die Individualität der Senioren Rücksicht genommen werden? In welchem Umfang werden pflegebedürftige, alte Menschen in die Gestaltung der Mahlzeiten einbezogen? METHODE: Mittels Fragebogen werden 51 Heim- und Pflegedienstleitungen in Vorarlberger Einrichtungen für die geriatrische Langzeitbetreuung befragt. Die Daten werden im Rahmen einer Triangulation ausgewertet. ERGEBNIS: Großteils kann durch die Einführung eines Schöpfsystems auf die Wünsche der Senioren in Bezug auf die Portionsgröße und Zusammenstellung Rücksicht genommen werden. Auch werden Lieblingsspeisen und Abneigungen der Senioren dokumentiert. Sowohl durch die Gestaltung der Räume und Mahlzeiten als auch mittels Ritualen oder festen Sitzordnungen soll für die Senioren "Wohnen wie daheim auch" ermöglicht werden. Die Betreuung von dementiell erkrankten Menschen stellt die Pflegekräfte vor eine besondere Herausforderung. SCHLUSSFOLGERUNG: In der Mehrheit der Einrichtungen wird versucht die Individualität der Senioren beim Essen zu berücksichtigen. Durch Raumgestaltung, Essbiographie und Aktivierungsprogramme werden die Senioren aktiv in die Esskultur der Einrichtungen einbezogen. Eine Sensibilisierung für das Thema Essen und Trinken findet statt.

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