zur Navigation zum Inhalt
Experten sorgen dafür, dass Demenzpatienten und ihre Angehörigen maximal von einem Aufenthalt in der Senioren Residenz Veldidenapark profitieren.
 
Pflege 27. November 2008

Rundum-Entlastung für pflegende Angehörige

Myosotis – ein multimodales innovatives Konzept.

Neben der Versorgung dementer Patienten selbst steht die Entlastung und Unterstützung pflegender Angehörige, die heute noch die Hauptlast der informellen Pflege tragen, im Vordergrund. Ein besonders gelungener Ansatz wird in Tirol mit dem Projekt „myosotis“ verfolgt.

 

Myosotis – abgeleitet von der botanischen Bezeichnung Myosotis sylvatica, breiter bekannt als Vergissmeinnicht – ist ein multimodales Konzept zur umfassenden Betreuung, Entlastung und Information für Patienten mit Demenz und deren pflegenden Angehörigen, das derzeit in der Senioren Residenz Veldidenapark, einer Humanocare-Einrichtung in Innsbruck, angeboten wird. Vor allem richtet sich dieses speziell entwickelte Entlastungskonzept an Angehörige, die in einem gemeinsamen Haushalt mit den Patienten leben. Es bietet neben Freiraum und Auszeit fundierte Schulungen mit der Zielsetzung, für den Alltag zu Hause stärkende Kräfte und neue Impulse zu sammeln. Dr. Christian Reitan, Allgemeinmediziner und ärztlicher Leiter der Senioren-Residenz, sieht in dieser neuen Form des integrativen Behandlungs- und Versorgungsansatzes ein Beispiel dafür, wie die Versorgung von Demenzpatienten durch deren Angehörige im gewohnten familiären Umfeld über lange Zeit ermöglicht werden kann. Gleichzeitig kann mittels entsprechender innovativer Angebote auch einer drohenden Hospitalisierung und Institutionalisierung entgegengewirkt werden.

Individuelle Bedürfnisse

Reitan unterstützt die Patienten als Referent, als hausärztlich Beratender in Einzelgesprächen mit den Angehörigen oder in der alltäglichen hausärztlichen Versorgungstätigkeit (allgemeinmedizinisches „staging“, Vorsorgeuntersuchungen oder in der alltäglichen ärztlichen Versorgung, stellvertretend für den Hausarzt am Heimatort). Reitan: „Den typischen ‚Dementen’ gibt es ebenso wenig wie nur die eine richtige Art des Umganges und der Betreuung von betroffenen Patienten. Erfolgreiche Projekte bauen auf Klarheit und Bestimmtheit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an die unterschiedlichen Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen von Betroffenen auf.“

Teilfinanzierung durch Land Tirol

„Dementielle Erkrankungen sind heimtückisch. Betroffene verbergen oft die Symptome. Daher erfolgt die Inanspruchnahme von fachlicher Unterstützung in der Regel zu spät“, weiß Mag. Astrid Huber, die als Projektleiterin für die Konzeption „myosotis“ verantwortlich und als Psychologin im psychosozialen Dienst der Senioren Residenz Veldidenapark tätig ist. Die Finanzierung des Aufenthaltes von Patienten und Angehörigen wird zu einem Teil vom Land Tirol übernommen.

 

Link: www.alzheimertag.at

Experten sorgen dafür, dass Demenzpatienten und ihre Angehörigen maximal von einem Aufenthalt in der Senioren Residenz Veldidenapark profitieren.

Von Prim. Dr. Andreas Winkler, Ärzte Woche

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben