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Foto: Archiv
Dr. Josef Probst, Generaldirektor-Stellvertreter im Hauptverband
 
Pflege 9. Juli 2009

Bessere Bildung führt zu besseren Gesundheitschancen.

Eine moderne Gesundheitspolitik baut auf die Verbesserung der Behandlungsprozesse sowie auf Gesundheitsförderung. Beim zweiten Baustein gibt es noch viel zu tun. Dabei sind Bund, Länder, Sozialversicherung sowie private Institutionen gemeinsam gefordert.

Im Rahmen einer gemeinsamen Schwerpunktsetzung der Sozialversicherung für die nächsten fünf Jahre soll künftig der Gesundheitsförderung ein wichtigerer Stellenwert in der Gesundheitspolitik zukommen, als dies bisher der Fall war.

Zwar ist die Eigenverantwortung des Einzelnen, einen gesunden Lebensstil zu führen, wichtig, aber Konzepte, die sich nur auf das Verhalten des Einzelnen beziehen, greifen zu kurz und sind wenig erfolgversprechend. Wirksame Strategien der Gesundheitsförderung beziehen neben dem Einzelnen auch immer die relevanten Lebenswelten – Schule, Betrieb und Gemeinde – mit ein. Daneben muss aber auch dem Thema Gesundheit in allen Politikfeldern ein adäquater Stellenwert gegeben werden. Von der Wirtschaftspolitik (Anti-Tabakpolitik) über die Bildungspolitik und Steuerpolitik bis hin zur Sozialpolitik. Überall dort, wo maßgebliche Entscheidungen gefällt werden, sollte das Thema Gesundheit mitberücksichtigt werden. Gesundheit und Bildung können sich gegenseitig positiv verstärken. Bessere Bildung führt zu besseren Gesundheitschancen, und gesündere Schüler liefern bessere Ergebnisse.

Peter Bernthaler, Ärzte Woche 27 /2009

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