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1. März 2006

Prävalenz von auf eigenen Angaben basierenden muskuloskelettalen Schmerzen der österreichischen Bevö

EINFÜHRUNG: Querschnittstudie bezüglich Schmerzen des Bewegungs- und Stützsystems der österreichischen Bevölkerung. Ziel der Studie war die Prävalenz von muskuloskelettalen Schmerzen der österreichischen Bevölkerung zu erfassen, sowie die Schmerzen der Betroffenen näher zu analysieren und Daten der Personengruppe mit und ohne Schmerzen gegenüberzustellen. METHODIK: Die Teilnehmer wurden mittels des Quotaverfahrens ausgewählt. 500 für die österreichische Bevölkerung repräsentative Personen ab einem Alter von 15 Jahren wurden in persönlichen Interviews befragt. ERGEBNISSE: Es verspürten 36,4% aller Befragten innerhalb der letzten drei Wochen Schmerzen im Bereich des Bewegungssystems. Dabei dominierten allen voran die Wirbelsäulenregionen. Die häufigsten sehr starken Schmerzen wurden in der Nackenregion beklagt (22%). Die Gruppe der Personen mit und ohne Schmerzen unterschieden sich signifikant bezüglich des Lebensalters, der Berufstätigkeit, der Berufsgruppe, der Wohnregion innerhalb Österreichs und des Familienstands. In der Regressionsanalyse blieb das Alter diesbezüglich die einzige signifikante Variable. Hinsichtlich der Inanspruchnahme einer Schmerzbehandlung sind höhere Schmerzintensität, Ausbildung und längere Zeit seit dem erstmaligen Auftreten von Schmerzen signifikant relevant. ZUSAMMENFASSUNG: Es zeigt sich eine hohe Prävalenz von muskuloskelettalen Schmerzen in der österreichischen Bevölkerung, wobei besonders die Wirbelsäulenregionen betroffen sind und zwar mit beträchtlicher Schmerzintensität und einem Vorkommen vor allem in höheren Altersgruppen. Dies erfordert künftig nicht nur weiter zunehmende Bemühungen um gezielte hochwertige Betreuung der bereits von Schmerzen Betroffenen, sondern auch vermehrte Anstrengungen zur Durchführung von Präventionsmaßnahmen.

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