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19. Jänner 2006

Internet: Große Auswahl für kleine Leute

Vor allem pädiatrische Fachgesellschaften nutzen das Internet um Fortbildung anzubieten und Leitlinien sowie wissenschaftliche Publikationen bekannt zu machen. Aber auch für Eltern und Kinder ist der Tisch reich gedeckt, um sich zu informieren. Nachfolgend ein kleiner Ausschnitt an Seiten für Fachkreise.

Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖKJG)
http://www.kinderundjugendheilkunde.at oder http://www.docs4you.at
Die ÖKJG versteht sich, nach eigenen Angaben, als Vertretung aller in der Kinder- und Jugendheilkunde tätigen Ärzte und als Plattform für die Positionierung der Berufsgruppe sowohl in der Öffentlichkeit als auch innerhalb anderer medizinischer Fachrichtungen. Neben allgemeinen Informationen zum Verband und den 23 Arbeitsgruppen und acht Referaten mit ihren Leitern und Mitgliedern erleichtert eine Suchfunktion die Navigation durch diese äußerst umfangreiche Homepage. Unter dem Button News vom Präsidium finden sich unter anderem Positionspapiere der Gesellschaft, ein Kinderärztefolder zum Downloaden, Fellowship Awards und der Gesundheitsplan für Kinder und Jugendliche. Datenbanken österreichischer Kinderspitäler, -ambulanzen und -fachärzte stehen ebenfalls zur Verfügung. Buchbesprechungen, Kongresstermine mit der Möglichkeit für Mitglieder sich online anzumelden, eine umfangreiche Linksammlung und Vorsorgemedizin rund ums Kind informieren den interessierten Nutzer. Eigene Seiten für Leser­anfragen an Experten und für Jugendliche klären z.B. über die Pubertät oder Piercing auf. Auch ein Chatroom für Teenager ist eingerichtet. Die ausführlichen Berichte aus den 17 pädiatrischen Spezialbereichen – von Allergologie bis transkulturelle Pädiatrie – runden das Angebot ab.

Österreichische Gesellschaft für Prä- und Perinatale Medizin
www.perinatal.at
Laut Statuten ist der Zweck der Gesellschaft, die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Prä- und Perinatalen Medizin zu fördern, Erkenntnisse zum Wohl der Schwangeren und ihres Kindes zu verbreiten und die Durchsetzung prä- und perinatologischer Notwendigkeiten voranzutreiben. Sie wurde 1973 von einem Geburtshelfer, einem Neonatologen und einem Anästhesisten gegründet. Neben Konsensusstatements, allgemeinen Informationen zur Gesellschaft und den Fachdisziplinen finden sich auch ein Veranstaltungskalender und die Bewerbungsbedingungen für den Otto Thalhammer-Preis. Ausführliche Artikel informieren über Pränataldiagnostik, Geburt, Neonatologie, Impfungen und Reisen mit einem Baby. In der Rubrik „Publikationen“ werden kontroverse Themen wie Fetozid oder Kaiserschnitt angesprochen. Weiters informieren diese Seiten auch über Erkrankungen des kindlichen Urogenitalsystems.

CCRI Kinderkrebsforschungsinstitut des St.Anna-Kinderspitals Wien
http://www.kinderkrebsforschung.at
Neben klinisch angewandten Forschungszweigen wird im CCRI auch Grundlagenforschung betrieben, die sich mit Fragen der Tumor­entstehung und über das Wechselspiel zwischen Tumorzellen und Normalzellen beschäftigen. Das CCRI besteht seit 1988 und finanziert sich aus Spendengeldern. Um eine objektive Bewertung der wissenschaftlichen Leistung zu gewährleisten, wird alle 3 Jahre eine internationale Expertenkommission eingeladen, die Forschungsprojekte und -ergebnisse zu prüfen. Unter dem Button „Wissenschaft und Forschung“ finden sich eine Beschreibung der zehn verschiedenen Arbeitsgebiete, von Tumorbiologie über Leukämiegenetik bis klinische Dokumentation, und Listen von Dissertationen und Publikationen aus dem Institut. News, Informationen zu Spenden und ein Kuscheltierzoo mit Online-Bestellmöglichkeit stehen ebenfalls bereit.

Kinderherzzentrum Linz
http://www.kinderherzzentrum.at
Neben einem Bereich für Patienten und Besucher stehen auch für Fachleute ausführliche Seiten zur Verfügung. Diese informieren z.B. über congenitale Vitien, Operationen und Herzkatheteruntersuchung bei Kindern. Die Leistungen und Ergebnisse des Zentrums sind ebenso nachzulesen wie Publikationen der Abteilung, Links und Veranstaltungstermine

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
http://www.dgkj.de
Pädiatrische Leitlinien und offizielle Stellungnahmen der DGKJ z.B. zur Forschung an Kindern oder zur Varizellenimpfung lassen sich auf dieser Homepage ebenso nachlesen wie der Abstractband der heurigen Jahrestagung. Aktuelle Nachrichten, eine umfangreiche Linkzusammenstellung zu nationalen und internationalen Fachgesellschaften, wissenschaftlichen Instituten und Fachzeitschriften laden zum Websurfen ein. Neben einem eigenen Elternteil findet sich auch das so genannte „Pädinform“. Es ist ein kostenpflichtiges, interaktives Informations- und Kommunikationsmedium für den fachlichen und berufspolitischen kinderärztlichen Alltag in Praxis und Klinik. In circa 40 Foren wird tagesaktuell alles diskutiert, was den Kinderarzt bewegt.

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ)
http://www.dakj.de
Die DAKJ ist der Dachverband der pädiatrischen Gesellschaften Deutschlands, der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ). Die Akademie koordiniert die gemeinsamen Anliegen und vertritt sie nach außen. Für die Bearbeitung von Spezialfragen stehen Kommissionen und fachkompetente Referenten zur Verfügung, die auf der Homepage zu finden sind. Ein Link, www.unibfo.de, führt zu einer Tochtergesellschaft, der „Kinderumwelt“, die sich mit Umweltmedizin und Allergiefragen im Kindesalter beschäftigt. Die Seite des Dachverbandes bietet außerdem Veröffentlichungen zu ethischen Fragen, z.B. Präimplantationsdiagnostik aus pädiatrischer Sicht, Stellungnahmen zu Impffragen, Neugeborenen-Hörscreening und Zahnkariesprophylaxe.

Deutsche Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung und Vernachlässigung (DGgKV)
http://www.dggkv.de
Die Homepage dieser multiprofessionellen interdisziplinären Fachgesellschaft richtet sich an alle Fachleute, die sich mit körperlicher Misshandlung, sexuellem Missbrauch, emotionaler Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern beschäftigen. Das Ziel der DGgKV ist es, laut eigenen Angaben, die Arbeit zum Schutz, zur Hilfe und Therapie misshandelter Kinder als multiprofessionelles Arbeitsgebiet zu entwickeln. Auf dieser jetzt neu und übersichtlich gestalteten Webseite finden sich Fortbildungsangebote, nationale und internationale Links zu „Gewaltleitfäden“ und Literatur. Auch für Betroffene (Eltern, Kinder und Jugendliche) steht ein Bereich bereit. Für Mitglieder gibt es einen vierteljährlich erscheinenden Informationsdienst mit Fachartikeln und der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Die interdisziplinäre Fachzeitschrift „Kindesmisshandlung und -vernachlässigung“ erscheint zwei Mal jährlich.

Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie
http://www.swiss-paediatrics.org
Diese Homepage bietet Artikel aus den Fortbildungsseiten der Zeitschrift „Paediatrica“ zu allen Themen der Kinderheilkunde, ein Fortbildungsquiz mit Fallbeispielen und eine Linkliste zu internationalen pädiatrischen Journalen. Auch Weiterbildungskonzepte von Kinderspitälern in der Schweiz, Kongresstermine und Aktuelles aus den pädiatrischen Schwerpunkten wie Kardiologie, Endokrinologie oder Rheumatologie stehen zum Abruf bereit. Eigene Elternseiten runden das Angebot ab.

European Society for Paediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition (ESPGHAN)
http://www.meb.uni-bonn.de/kinder/espghan
Diese europäische Gesellschaft veröffentlicht auf ihrer Homepage Position Statements und Berichte, Kongresstermine und Links zu Schwesterorganisationen. Der Interessierte kann sich online zu postgraduellen Kursen und Summer Schools anmelden. Ein Link führt zum „Journal of Pediatric Gastroenerology and Nutrition“, wo auch viele Originalarbeiten kostenlos nachgelesen werden können.

European Society for Pediatric Endocrinology (ESPE)
http://www.eurospe.org
Die ESPE ist eine internationale Organisation, die, nach eigenen Angaben, von der EU-Kommission offiziell bestimmt wurde, die Ausbildung in pädiatrischer Endokrinologie zu organisieren und zu überwachen. Einmal jährlich findet ein wissenschaftlicher Kongress statt. Es werden eine Sommer- und Winterschool angeboten und im Passwort-geschützten Mitgliederbereich ein Online-Lernmodul. Eine Publikations- und umfangreiche Linkliste zu Zeitschriften, anderen Gesellschaften und Kinderheilkunde-Internetseiten, wie einem Paediatric Imaging Teaching File stehen bereit.

Pediatric Rheumatology European Society (PRES)
http://www.pres.org.uk
Diese Fachgesellschaft versteht sich als Plattform für alle Ärzte, die sich mit pädiatrischer Rheumatologie beschäftigen. Verschiedene Komitees decken Bereiche wie Ausbildung, Klinik und Forschung ab. Ein Kongresskalender und eine Suchfunktion stehen neben umfangreichen Links zu Ausbildungsinstitutionen, Erkrankungen, Patienten- und Elternorganisationen, Journals und anderen Fachgesellschaften zur Verfügung.

American Academy of Pediatrics
http://www.aap.org
Neben eigenen Seiten für Eltern findet sich auch ein reiches Angebot für Ärzte. Durch die Suchmaschine „Children`s Health Topics“ lassen sich schnell Informationen über Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, von der Appendicitis über den Harnwegsinfekt bis zur pfeifenden Atmung, finden. Links zu Zeitschriften inklusive dem offiziellen Journal der Akademie „Pediatrics“, wo auch Originalarbeiten kostenfrei nachgelesen werden können, Clinical Practice Guidelines, ein Bookstore, Kongressankündigungen und Highlights aus der Forschung laden zum Surfen ein.

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