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9. Jänner 2006

Schmerz – eine komplexe Empfindung

Die International Association for Study of Pain definiert Schmerz als „unangenehme sensorische und gefühlsmäßige Erfahrung, die mit bereits eingetretenen oder drohenden Verletzungen einhergeht oder als solche empfunden wird“. Wichtig in der täglichen Praxis ist aber vor allem: Schmerz ist das, was der Patient als solchen empfindet. Über 20 Prozent der Österreicher leiden unter ständigen Schmerzen. In allen Ländern ist die Situation sehr ähnlich, daher finden sich im Internet zahlreiche „Schmerzseiten“. Im Folgenden ein kurzer Auszug aus dem reichhaltigen Angebot.

Österreichische Schmerz Gesellschaft (ÖSG)
http://www.oesg.at
Eines der primären Ziele der ÖSG ist es, alle an der Schmerzforschung Beteiligten zu vereinen und die Voraussetzungen für die Forschung zu verbessern. Fördern möchte sie auch die Ausbildung und alle schmerztherapeutischen Bemühungen, insbesondere die der interdisziplinären Schmerztherapie und jene bei chronischen Schmerzen. Auf der Web-Seite finden sich Veranstaltungen und News, Patienteninfo zum Download als PDF und wichtige Schmerz-Links. Auch eine Liste von Schmerzambulanzen mit Ansprechpartnern aus ganz Österreich, die die Kriterien einer interdisziplinären schmerztherapeutischen Einrichtung erfüllen, steht als Information bereit. Allgemein Wissenswertes über die ÖSG samt Kontaktadresse ist zu erfahren. Außerdem besteht die Möglichkeit, gleich übers Netz Veranstaltungen zu buchen oder Informationen zu spezifischen Themen zu erhalten.

Schmerznetz der Österreichischen Schmerz Gesellschaft
http://www.schmerz.at
Das Schmerznetz ist eine Initiative der ÖSG und steht medizinischen Fachkreisen kostenlos, nach Anmeldung, zur Verfügung. Alle Experten und Institutionen werden zur Zusammenarbeit eingeladen. Auf dieser Plattform finden sich neben Topneuigkeiten aus der Wissenschaft ausführlich beschriebene Krankheitsbilder, die mit Schmerzen einhergehen, nach Bereichen und alphabetisch geordnet, und allgemeine Informationen zum Symptom Schmerz. Eine Medikamentendatenbank, einschließlich der genauen Beschreibung des Wirkstoffes, eine Österreich-weite Liste von Schmerzambulanzen und -therapeuten und die Suchfunktion runden das Bild dieser sehr informativen Seite ab.

ARGE Schmerz
http://www.oegari.at/arbeitsgruppe.asp?id=76
Die ARGE Schmerz ist eine Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin und daher auf der Internetseite dieser Gesellschaft beheimatet. Diese Sektion widmet sich dem Thema Schmerztherapie und chronischer Schmerz. Für alle an Schmerztherapie interessierten Ärzte steht eine Weiterbildungsmöglichkeit für den „Interdisziplinären Zertifikatskurs Schmerzmedizin“ zur Verfügung. Diese Ausbildung wird in Kooperation mit ÖSG und DGSS (Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes) angeboten. Auch spezielle Fortbildungsangebote für Anästhesisten finden sich auf dieser Webseite.

Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Schmerzbekämpfung
http://www.schmerzinformation.org
Eines der Ziele der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft zur Schmerzbekämpfung, Schmerz-Forschungszentrum CONTRA DOLOREM, ist, Betroffenen, deren Angehörigen und allen Interessierten kompetente Informationen über die verschiedensten Ursachen der Schmerzentstehung sowie mögliche Therapien österreichischer Schwerpunktinstitutionen weiter zu geben. Ein Schmerztelefon als kostenloser Beratungs- und Informationsdienst wurde eingerichtet. Diese Initiative betreibt auch aktive Schmerzforschung, in Kooperation mit internationalen Universitäten. Neben der Ankündigung des 1. Wiener Schmerztages am 4. November 2005 im Rathaus finden sich auf der Website auch Patienteninfos über Schmerz und Schmerztherapie, Links zu Institutionen, Schmerzambulanzen in ganz Österreich und zu einer Selbsthilfegruppe.

Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie
http://www.dgschmerztherapie.de
Diese Gesellschaft definiert sich als „die größte deutschsprachige Fachgesellschaft, die sich für ein besseres Verständnis und für bessere Diagnostik und Therapie des chronischen Schmerzes einsetzt“. Neben aktuellen Meldungen, Veranstaltungen, Links, einem Kontaktformular für Anfragen, einer Liste eigener Literatur und einer Suchfunktion gibt die Seite Auskunft über die Gesellschaft. Ein kostenloser Newsletter kann bestellt werden, ebenso besteht die Möglichkeit, z.B. Aufklärungsbögen, Schmerztherapieführer und standardisierte Dokumentationsblätter, wie Schmerzfragebögen, -tagebücher und Verlaufsproto-kolle, zu beziehen.

Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS)
http://www.dgss.org/index.asp
Die DGSS ist die wissenschaftliche Gesellschaft für das Thema Schmerz in Deutschland, außerdem eine Sektion der IASP (International Association for the Study of Pain) und der EFIC (European Federation of IASP Chapters). Sie fördert die klinische Forschung, organisiert wissenschaftliche Tagungen sowie Curricula für Schmerztherapie und entwickelt Empfehlungen unter anderem für die Qualitätskontrolle. Die Zeitschrift „Der Schmerz“ (Springer-Verlag) ist das Publikationsorgan. Auf der Homepage finden sich Informationen zur Organisation, ein Veranstaltungskalender, News, nationale und internationale Links, ein „schwarzes Brett“ für Fragen und die Jobbörse. Ärzte und Psychologen können ein verbandsinternes Algesiologie-Zertifikat erwerben. Auch über eine Zusatzausbildung in psychologischer Schmerztherapie kann man sich informieren. Der Servicebereich bietet Downloads und die Ausschreibungsbedingungen für den Förderpreis Schmerzforschung.

Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF)
http://www.dgpsf.de
Diese wissenschaftliche Fachgesellschaft der in Forschung und Versorgung tätigen psychologischen Schmerzexperten versteht den Schmerz interdisziplinär. Die DGPSF macht Forschungsergebnisse für die klinische Anwendung nutzbar, schafft Möglichkeiten ausreichender Aus- und Fortbildung und erarbeitet Richtlinien für die Qualitätssicherung der psychologischen Schmerztherapie. Der Interessierte findet Informationen zur Gesellschaft, über die psychologische Schmerztherapie und die Ausbildung zum Schmerzpsychotherapeuten.

Schweizer Interessensgemeinschaft chronischer Schmerz
http://www.schmerzinfo.ch
Dieser Gemeinschaft gehören Institutionen und Personen an, die sich für das Thema engagieren: Ärzte, Apotheker, Pflegepersonal, Patientenorganisationen, Klinken und Stiftungen. Die Homepage bietet Informationen für Fachkräfte, Betroffene und die Presse. Der Bereich für Fachkreise enthält Artikel zum Schmerz aus medizinischer Sicht, einen Servicebereich mit Patientenbroschüre, Schmerz-Checkliste und –Tagebuch und zwei Patientenvorträge, auch als Power Point Präsentation, Fachliteratur und Links.

International Association for the study of pain (IASP)
http://www.iasp-pain.org
Die amerikanische IASP mit Sitz in Seattle ist die größte internationale und interdisziplinäre Organisation, die sich mit dem Thema Schmerz beschäftigt, derzeit mit über 6.000 Mitgliedern aus 107 Ländern. Auf dieser Internetseite gibt es außer dem gesperrten „Members only“- Bereich Leitlinien zur Schmerztherapie, Bücher, Links zu Journalen, wissenschaftlichen Einrichtungen und den weltweiten Mitgliederorganisationen sowie eine internationale Jobbörse. Im frei zugänglichen Journal „Pain, Clinical Updates“ ist es möglich, rezensierte Übersichtsartikel zu allen Schmerzthemen zu lesen. In der Rubrik „Special Interset Groups (SIGs)“, wie „Schmerz bei Kindern“, „Neuropathischer Schmerz“ oder „Schmerz und Bewegung“, finden sich Terminankündigungen für Meetings und Symposien mit Ansprechpartnern

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