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Innere Medizin 14. Dezember 2005

Typ-2-Diabetes: Albuminurieraten assoziiert mit Gefäßwanddicke

Wie eine rezente Studie bestätigt, steht die Intima-Media-Dicke bei Typ-2-Diabetikern in positiver Korrelation zu Albminurierate und Diabetesdauer.

Es ist bekannt, dass das Risiko und die Rate kardiovaskulärer Erkrankungen bei Patienten mit Typ-2-Diabetes höher ist als in der Normalbevölkerung. Ziel einer Studie von Keech AC et al. (Diabetic Med 2005 22(11):1558-1565) war es, die Determinanten der Intima-Media-Dicke (IMT) bei Patienten mit Typ-2-Diabetes zu identifizieren. Die IMT, bekannt und etabliert als strenger Prädiktor vaskulärer Events, wurde bei 397 Typ-2-Diabetikern gemessen, die aus einer Kohorte der ­Fenofibrate Intervention and Event Lowering in Diabetes (FIELD)-Study stammen. Die mittlere IMT betrug 0,78mm, die maximale IMT wurde mit 1,17mm gemessen. Im Rahmen dieser Multivarianzanalyse korrelierte das Alter, Geschlecht, Diabetesdauer, Triglyzeride und Gesamtcholesterin unabhängig mit der IMT, ebenso wie die Albumin:Kreatinin-Ratio (ACR, p<0.001). Es zeigte sich, dass klinisch signifikante Unterschiede der IMT assoziiert waren mit einer ACR>0.65 mg/mmol (p<0.01). Eine lange Diabetesdauer war unabhängig von anderen Parametern mit einem 50-prozentigen Anstieg der altersabhängigen Gefäßwandverbreiterung assoziiert. Die Autoren der vor kurzem publizierten Studie konnten zeigen, dass die Intima-Media-Dicke zur Albminurierate und zur Diabetesdauer positiv korreliert. Diese Ergebnisse bestätigen auch frühere Daten, die eine erhöhte kardiovaskuläre Mortalität bei Typ-2-Diabetes trotz normaler Albuminurierate aufweisen und lässt stark vermuten, dass die Albuminurierate in diesem Stadium die Entstehung einer KHK begünstigt.

Diab. Highlights 45/2005, www.aventis.at

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