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17. August 2005

Editorial

Sport erregt die Gemüter – im Stadion, vor dem Fernseher oder am Wirtshaus-Stammtisch. Wenn allerdings Ärzte Sport – oder besser gesagt regelmäßige Bewegung – empfehlen, kommt selten Begeisterung auf. Gemessen am gesellschaftlichen Stellenwert diverser Sportarten, wird deren gesundheitliche Relevanz stark unter ihrem Wert geschlagen. Beispielsweise zur Prävention rheumatologischer Erkrankungen kann sportliche Betätigung einen bedeutenden Beitrag leisten. Doch die heimischen Sportmediziner sehen sich in der Praxis mit zahlreichen Hürden konfrontiert, wie eine Diskussion bei der Sportärzte-Woche in Kaprun Anfang Dezember 2003 deutlich machte. Für sportmedizinische Basisuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen beispielsweise gibt es derzeit in den meisten Bundesländern keine Honorarvereinbarungen mit Kassen, dem Land oder anderen Institutionen. Der Unmut unter den Ärzten mit Diplom Sportmedizin ist groß. Eine starke Interessenvertretung fehlt. Doch ohne ein Konzept, dass einerseits die Ärzteschaft vereint und andererseits die Öffentlichkeit über das Angebot und den Nutzen der Sportmedizin informiert, wird dieses Spezialgebiet in Österreich auch weiterhin nicht den Stellenwert bekommen, der ihm eigentlich gebührt. RHEUMA plus spannt auch diesmal wieder den Bogen von rheumatologischen über orthopädische bis hin zu sportmedizinischen Themen. Was den Sportmedizinern abgeht – ein starkes Lobbying –, könnten auch die Rheumatologen gut gebrauchen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein erfolgreiches Neues Jahr.

Herbert Hauser, rheuma plus 1/2004

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