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17. August 2005

Zukunftsvision OPO-Impfung

Neue Substanz gegen Knochenschwund geht in Kürze in die Erprobungsphase

Eine internationale Studie befasst sich in Kürze mit der Erprobung einer neuen Substanz. Sie wird auf Eignung für eine subkutane Verabreichung in sechsmonatigen Abständen zur Behandlung der Osteoporose geprüft. In Österreich wird das Studienteam von Prof. Dr. Heinrich Resch, Vorstand der II. Medizinischen Abteilung, Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, Wien, geleitet. Die internationale Studie zum Nachweis der Wirksamkeit dieses vollkommen neuen Therapieansatzes wird ab Herbst 2004 für die Dauer von drei Jahren durch führende heimische Osteologen unterstützt. Resch leitet das so genannte „Steering-Committee“ für die Erprobung einer Substanz gegen Knochenschwund in Österreich. Insgesamt sind an der Studie medizinische Zentren aus 27 Ländern beteiligt, für Österreich testen fünf Zentren diese neue Substanz.

Erste Ergebnisse 2007

„Vielleicht liegt das Geheimnis des Therapieerfolgs der Osteoporose in einer Art Immunisierung mit einem Antikörper, besser gesagt Beeinflussung von Regulationsmechanismen wie bei Immunisierungen“, meint Resch. „Wir prüfen nun eine Substanz, die es ermöglichen würde, die Osteoporose bei Mann und Frau alle sechs Monate mit einer subkutanen Injektion zu behandeln.“ Die ersten Ergebnisse werden 2007 erwartet. Im Hinblick auf die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen und den Aufbau eines umfassenden Netzwerks wird zurzeit das Austrian Osteoporosis Network (AON) gegründet. Es soll für ein flächendeckendes Angebot von Therapiemöglichkeiten sorgen. Resch über das von ihm koordinierte Projekt: „Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung sollen österreichweit vereinheitlicht werden. Dadurch erzeugen wir Synergieeffekte, indem wir gemeinsam Patienten rekrutieren, behandeln und betreuen.“ Vorbilder sind die bereits seit 1984 interdisziplinär agierende Austrian Breastcancer & Colorectal Cancer Study Group (ABCSG) sowie die Bone & Joint Decade.

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