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5. August 2005

Schmerz: Komplexe Darstellung im Internet

Das Thema Schmerz betrifft immerhin schätzungsweise eine halbe Million Österreicher. Entsprechend umfangreich sind die Webadressen zu diesem interdisziplinären Themenkomplex. Im Folgenden ein kurzer Auszug aus dem vielfältigen Angebot.

Österreichische Schmerz Gesellschaft: http://www.oesg.at

Zu den vorrangigen Zielen der ÖSG gehört die Vereinigung aller an der Schmerzforschung Beteiligten sowie die Verbesserung der Voraussetzungen für die Forschung in diesem Bereich. 1976 noch als "Gesellschaft zum Studium des Schmerzes für Deutschland, Österreich und die Schweiz" gegründet, spaltete sich der wissenschaftliche Verein 1990 in nationale Sektionen auf und setzte auf die Liste seiner Nahziele sowohl Förderung und Strukturierung der Ausbildung und Verbesserung der universitären Vertretung als auch die Förderung aller schmerztherapeutischen Bemühungen - insbesondere der interdisziplinären Schmerztherapie und Therapie chronischer Schmerzen. Auf der ÖSG-Homepage findet der User unter Vereinsinformationen auch eine Liste aller Mitglieder mit Kontaktadresse sowie ein Bewerbungsformular zur Mitgliedschaft.

Schmerzambulanz am AKH: http://www.akh-wien.ac.at/pain/Patienteninfo/
Schmerzambulanz/schmerzambulanz.html

Ein Informationsblatt klärt Patienten, die sich in der Schmerzambulanz des Wiener AKH behandeln lassen wollen, über Organisatorisches auf: "Wo befindet sich die Schmerzambulanz?"; "Was ist vom Patienten mitzubringen?"; "Unter welcher Nummer ist der Schmerzdienst erreichbar?". Darüber hinaus stellt sich die ganze Abteilung für Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin auf dieser Homepage mit Auszügen aus ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit und ihren Veröffentlichungen vor.

Schmerzambulanz in Graz: http://www35.kfunigraz.ac.at/uanwww/schmerzambulanz/default.htm

Auch in Graz gibt es seit 1996 eine Schmerzambulanz an der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Ein umfangreicher Schmerz-Anamnesefragebogen wird auf der Homepage zur Verfügung gestellt. Dem Patienten wird so bereits vorab Hilfestellung beim Formulieren und Beschreiben seiner Symptome angeboten. Durch Angabe von Telefon und E-Mail-Anschrift erfolgt eine Erleichterung der Erreichbarkeit der Grazer Schmerzambulanz für den Patienten.

Schmerz.at: http://www.schmerz.at

Schmerz.at wendet sich mit den Informationen auf seiner Webpage sowohl an den Laien wie auch an den "Health Professional". Eine übersichtliche Aufstellung der häufigsten Schmerzformen und die Ursachen des Schmerzes sowie die Auflistung der jeweiligen Therapiemöglichkeiten geben einen anschaulichen Überblick über das Thema. In einem "Therapieleitfaden" können Schmerzsymptome des Patienten beschrieben werden, mögliche Diagnose- bzw. Therapievorschläge werden automatisch erstellt. Durch Eingabe von Geschlecht, (anatomische) Region, (physiologisches) System, zeitliche Charakteristika, Intensität und Ursache werden die Symptome differenziert. Unter "Informationen für Ärzte" findet der User das WHO-Stufenschema sowie einen Beitrag zum Thema Schmerztherapie. Ein umfangreiches Schmerz-Therapeuten-Verzeichnis rundet das Angebot dieser Webpage ab.

Salzburger Schmerzinstitut: http://www.schmerzinstitut.org

Das Salzburger Schmerzinstitut hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt. So will es einerseits Plattform der Ärzteschaft für Fortbildung im Bereich Schmerztherapie und Schmerzforschung sein, als auch den Schmerzpatienten Hilfestellung im alltäglichen Umgang mit der Symptomatik bieten. Aufgaben wie Dokumentationsarbeit in Sachen Schmerz gehören ebenso in den selbst definierten Aufgabenbereich, wie Vermittlung zwischen Ärzteschaft, Pflegepersonal und Patienten. Als Diskussionsforum für Fachleute, Betroffene und deren Angehörige wird versucht, die Kluft zwischen dem theoretischen Wissen um den Schmerz, dessen Therapie und den alltäglichen Umgang damit zu überbrücken. Obwohl die Homepage in erster Linie an Ärzte, Studenten und das Pflegepersonal gerichtet ist, hat der interessierte User freien Zugriff auf alle Informationen. Neben einem aktuellen Veranstaltungskalender findet sich ein praktisches Literaturservice ebenso wie Hinweise auf Mitglieder oder Kontaktadressen.

Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e. V. http://www.medizin.uni-koeln.de/projekte/dgss

Diese wissenschaftliche Schmerzgesellschaft (DGSS - "Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes") wurde 1975 in Deutschland im Rahmen des "1st World Congress on Pain" in Florenz gegründet. Mit mehr als 2.700 Mitgliedern ist sie heute die größte wissenschaftliche Gesellschaft in Europa, die sich der Erforschung des Schmerzes verschrieben hat. Für Mitglieder besteht die Möglichkeit, das verbandsinterne Algesiologie-Zertifikat zu erwerben. Publikationsorgan ist die im Springer-Verlag erscheinende Zeitschrift "Der Schmerz". Auf ihrer Homepage informiert die Gesellschaft über Beirat, Kommissionen und die zahlreichen Arbeitskreise. Ein aktueller Kongresskalender und umfassende Informationen über das breite Fortbildungsspektrum ergänzen das Webangebot der Gesellschaft.

"Who is who" in der Schmerztherapie: http://www.schmerzprofis.de

Unter dieser WWW-Adresse besteht die Möglichkeit, Persönlichkeiten, die sich auf dem Gebiet der allgemeinen Schmerztherapie, der Kopfschmerztherapie oder der Schmerzforschung verdient gemacht haben, zu finden. Aber auch deutsche Kliniken und Institutionen, die sich auf Schmerztherapie und Schmerzforschung spezialisiert haben, werden hier zusammengefasst. Interessant sowohl für Patienten, die einen Experten suchen, als auch für Leiter von Selbsthilfegruppen, die Ausschau nach einem geeigneten Referenten halten, eignet sich diese Homepage auch für Spezialisten, die sich mit Kollegen austauschen möchten.

Schmerz online: http://www.schmerz-online.de/public/index.html

Schmerz online versteht sich als Institut und Internetplattform für schmerztherapeutische Fort- und Weiterbildung. Die Homepage entpuppt sich dementsprechend als wahre Fundgrube. Sie teilt sich in einen beachtlichen Bereich mit allgemein zugänglichen Links und Menüpunkten - wie zum Beispiel "zertifizierte Fortbildung" unter Online-Fortbildung, Frage- und Aufklärungsbögen, die nur über Expertenseiten aus erreichbar sind. Eine Sammlung interessanter Links zu themenverwandten Internetadressen ergänzt das reichhaltige Informationsmaterial dieser Homepage.

Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft: http://www.dmkg.de

Als eine wahre Fundgrube entpuppt sich auch die Homepage der "Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft" (DMKG). Therapieempfehlungen und Artikel zum Thema Kopfschmerz - stets mit umfangreichen Literaturhinweisen - geben Einblick in die Welt des Kopfschmerzes. Eine Aufstellung von Fachliteratur für Ärzte, Hinweise auf wissenschaftliche Artikel und Berichte von Forschungsergebnissen der DMKG steigern die Attraktivität dieser Website. Für Patienten stellt die DMKG Hilfsmaterial wie einen Kopfschmerzkalender, den man herunterladen und ausdrucken kann, zur Verfügung. Informationsmaterial als pdf-Files zum Herunterladen und Ausdrucken zu verschiedensten Themen, unter anderen "Migräne und Ernährung", "Kinderkopfschmerz" bis hin zu "Kopfschmerz bei älteren Menschen" sowie "Spannungskopfschmerz" komplettieren das Angebot dieser Webpage.

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