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30. Juni 2005

Vielzahl an Internet-Sites zum Thema Pädiatrie

Beim Stöbern nach informativen, fachspezifischen Informationen im Internet zum Thema Pädiatrie ist es ratsam, sich dazu ein wenig Zeit zu nehmen. So finden sich über die gängigen Suchmaschinen bei der Eingabe oberflächlicher Stichworte oft mehr als 50.000 Treffer, die es schließlich zu sortieren gilt. Die meisten gefundenen Sites dienen dabei der Selbstdarstellung einschlägiger Institutionen. Darüber hinaus sind auch eine Menge Literatur-Links zu finden. Bei der vorliegenden Zusammenstellung von WWW-Angeboten über Kinder- und Jugendheilkunde haben wir daher versucht, die Spreu vom Weizen zu trennen. In der Folge sind die interessantesten Sites kurz dargestellt, wobei der Schwerpunkt auf heimische wie auch deutschsprachige Webauftritte gelegt wurde. Unsere Homepage-Rezension versteht sich somit als eine kleine Lichtung im Dickicht des Internets zum aktuellen Fokusthema.

Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde: http://www.docs4you.at/

Den erhöhten Bedarf an seriösen Info-Quellen im Netz möchte die Österreichische Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde mit ihrer Homepage abdecken. In diesem Sinne versteht sich diese Initiative als Plattform für gesicherte Gesundheits-Informationen von Experten. Die Fachärzte für Kinder und Jugendheilkunde bieten, als Ergänzung zu anderen kompetenten Medizinportalen, eine qualitativ hochwertige Informationsplattform für Eltern, Jugendliche, deren Betreuer, sowie eine "Members-Area" für Ärzte. Im Bereich "What? new" findet der Besucher rezente Infos zu fachspezifischen Themen, Kongressen, Publikationen etc. Von Interesse sind auch Links zu Themen wie "Konsensuspapiere" sowie die vollständige Zusammenstellung heimischer Kinderkliniken, -spitäler sowie Ambulanzen mit entsprechenden Kontaktinfos.

St. Anna Kinderspital in Wien: http://www.stanna.at

Das St. Anna Kinderspital hat sich vom ehemals ersten österreichischen Kinderkrankenhaus zu einer Einrichtung entwickelt, die modernste medizinische Versorgung anbietet. So konnte sich das Zentrum für Kinder- und Jugendheilkunde neben seiner Leistung als allgemeines Kinderkrankenhaus auch einen hervorragenden Ruf als Zentrum zur Behandlung kindlicher Blut- und Tumorkrankheiten schaffen. Der Internetauftritt des St. Anna Kinderspitals ist recht ambitioniert gestaltet, wobei Informationen für Eltern, Patienten, Pflegepersonen und Ärzte bereitgestellt werden. Im Großen und Ganzen dient die Site aber in erster Linie zur Präsentation dieses österreichweit sowie international renommierten Projektes.

Wiener Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde: http://www.akh-wien.ac.at/kikli

An der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde im Wiener Allgemeinen Krankenhaus werden jährlich etwa 15.000 Patienten versorgt. Allerdings kommt die Homepage der Wiener Kinderklinik nicht über eine Präsentation ihrer einzelnen Abteilungen hinaus: Allgemeine Pädiatrie, Kinderkardiologie, Neonatologie, angeborene Störungen und Intensivmedizin. Darüber hinaus findet sich auch ein Link zum Studenten-Referat - mittlerweile ein unentbehrliches Informationsinstrument für eine zeitgemäße Betreuung der Auszubildenden. Für den Besucher dieser Site ist es aber verwunderlich, warum ihm zum Personenverzeichnis dieser allgemeinen Einrichtung der Zugang verwehrt bleibt.

Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Graz: http://www.kfunigraz.ac.at/kikwww

Auch die Grazer Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde beeindruckt den Internetsurfer mit einer professionell gestalteten Homepage. Neben einer allgemeinen Präsentation dieser Einrichtung finden sich hier recht nützliche und vor allem praxisrelevante Infos wie zum Beispiel "Empfehlungen für Kinderimpfungen" sowie wertvolle Tipps zum Zusammenstellen einer Reiseapotheke für Reisen mit Kindern. Da es sich hier um einen Universitäts-Server handelt, ist auch die Zugriffsgeschwindigkeit auf die gewünschten Informationen erfreulich schnell. Somit ist dieser Internetauftritt für Surfer mit einschlägig pädiatrischem Interesse auf alle Fälle einen Besuch wert.

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde e.V.: http://www.dgkj.de

Die einfach sowie übersichtlich gestaltete Web-Site der "Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V." (DGKJ) dient der Präsentation der Aktivitäten dieser wissenschaftlichen Fachgesellschaft für die gesamte Kinderheilkunde in Deutschland. Die DGKJ ist mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (http://www.kinderaerzteimnetz.de) und der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (http://www.dgspj.de) Teil der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. (http://www.dakj.de). Die DGKJ arbeitet eng mit den verschiedenen Fachgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften zusammen, die spezielle Aspekte der Neonatologie, Pädiatrie sowie Jugendmedizin vertreten. Im Hinblick auf die Inhalte dieser Homepage stehen auf der einen Seite standespolitische Informationen im Mittelpunkt. Auf der anderen Seite findet sich unter dem Punkt "aktuelle pädiatrische Themen" aber auch eine umfangreich Sammlung von Stellungnahmen im Sinne von Konsensuspapieren. Erfreulich ist auch die kurzgefasste Zusammenstellung von wichtigen Terminen. Darüber hinaus findet sich auch ein Link zu pädiatrischen Leitlinien der "Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften" www. uni-duesseldorf.de /WWW/ AWMF) in Deutschland.

Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie: http://www.sgp.hin.ch

Der Internetauftritt der "Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie" ist besonders aufgrund seiner Eltern-Infos ein empfehlenswertes Besuchsziel. So finden sich unter dem Punkt "Ratschläge für Eltern" praktische Guidelines für Laien in viersprachiger Ausführung. Problematisch kann sich unter Umständen aber die Rückkehr in die deutsche Darstellung dieser Homepage gestalten. Weiters finden sich auf dieser Site mit "HON-CODE"-Zertifikat auch rezente Online-Ausgaben des Fachjournals "Paediatrica". Darüber hinaus sind neben standespolitischen Informationen auch eine Fülle von News zu einschlägigen medizinischen Themen ein wichtiger Schwerpunkt dieser Homepage.

Verein Rote Nasen - Clowndoctors: http://www.rotenasen.at

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde versucht, jugendliche Patienten im Spital mit Hilfe der Clownmaske seelisch zu stützen. Laut den Infos des Vereins "Rote Nasen Clowndoctors" etablierten sich die ersten Clownprogramme 1986 in den USA, wo sie heute zum festen Bestandteil des Spitalsalltags zählen. Auch in Österreich werden kranke und leidende Menschen während ihres Spitalaufenthaltes regelmäßig von speziell ausgebildeten Clowns besucht und mit Rücksicht auf ihren individuellen Zustand durch Einsatz von Humor betreut. Ziel dieser Initiative ist es, das Schicksal der Patienten nicht nur kurzfristig zu erleichtern, sondern nach Möglichkeit sogar zu wenden. Im Rahmen der Homepage der "Roten Nasen" finden sich aktuelle Informationen zu den Vereinstätigkeiten. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, über das Abonnement eines Newsletters laufend Infos via E-Mail zu beziehen. Da sich dieser Verein zum Großteil über Spenden finanziert, ist auch diesem Bereich ein wesentlicher Teil des Internetauftrittes gewidmet.

CliniClowns Austria: http://www.cliniclowns.at

Ein weiteres heimisches Internetangebot zum Thema Betreuung kranker Kinder durch Lachen wird vom "Verein zur Förderung und Erforschung der Betreuung kranker Menschen durch Clowns" bereit gestellt. Die CliniClowns besuchen chronisch- und schwerkranke Kinder an ihren Krankenbetten, um sie auf eine Reise in ein Land der Phantasie mitzunehmen. Da auch dieser Verein von Spenden lebt, sind entsprechende Möglichkeiten auf der Homepage gegeben. Alles in allem ist sie recht einfach gestaltet, obwohl die eigenwillige Navigationsleiste doch einigermaßen gewöhnungsbedürftig ist. 

Confederation of European Specialists in Paediatrics: http://www.uems.be/paediat.htm

Wer näheres zum Thema Europäischer Facharzt für Pädiatrie wissen will, ist auf der Site der "Confederation of European Specialists in Paediatrics" richtig gelandet. Allerdings fehlen hier noch einschlägige Informationen über das genaue Prozedere, wie ein heimischer Arzt zu einem international anerkannten Diplom kommen kann. Jedoch ist dieser Internetauftritt im Rahmen der "European Union Of Medical Specialists" (U.E.M.S.) zumindest einmal die korrekte Anlaufstelle, um an weitere Infos zu diesem wichtigen Thema zu gelangen. 

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