zur Navigation zum Inhalt
 
30. Juni 2005

Datenbank gibt Hilfestellung

Die vom Arbeitskreis Desinfektionsmittel des "Wiener Öko-Kauf-Projektes" unter der Leitung der Wiener Umweltanwaltschaft (WUA) durchgeführte Evaluierung von Desinfektionsmitteln aus Sicht von Ökologie und Arbeitsschutz soll den Bediensteten der Stadt Wien, die täglich mit Desinfektionsmitteln arbeiten, direkt zu Gute kommen. Darüber informiert die WUA in der neuen Ausgabe ihrer Publikation "WUA News".

Im Wiener Krankenanstaltenverbund werden jährlich knapp 300 Tonnen Desinfektionsmittel beschafft und kommen täglich in Spitälern und Pflegeheimen zum Einsatz.

Zusätzlich kaufen 12 Magistratsabteilungen Desinfektionsmittel (Städtische Bäder, Kindergärten, Rettungsdienst der Stadt Wien etc.).

Dementsprechend viele Bedienstete der Stadt Wien hantieren regelmäßig mit Desinfektionsmitteln. Diese weisen oft Stoffeigenschaften auf, die sie sowohl für AnwenderInnen als auch für die Umwelt zu einer potenziellen Gefahrenquelle machen. So leiden beispielsweise Krankenschwestern dreimal häufiger unter Handekzemen als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Die von der Wiener Umweltanwaltschaft gerade in Entwicklung befindliche Datenbank zur vergleichenden Abschätzung des potenziellen Gesundheitsrisikos der in der Stadt Wien am häufigsten verwendeten Desinfektionsmittel kann in Zukunft sowohl beim Neueinkauf von Desinfektionsmitteln eine Hilfestellung bei der Produktauswahl bieten, als auch bei der Abklärung von Verdachtsfällen bei bestehenden berufsbedingten Hautekzemen.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben