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Allgemeinmedizin 10. November 2005

Studie bestätigt: Fleisch fördert Gicht

In einer amerikanischen Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Menge purinreicher Fleischkost und Gichterkrankungsfällen belegt.

Purinreiche Nahrungsmittel, vor allem Fleisch und Schalentiere, stehen schon länger im Verdacht, Gicht zu fördern. In der Praxis wird Gicht-Patienten deshalb oft vom Verzehr dieser Nahrungsmittel abgeraten. Eine prospektive Studie über zwölf Jahre untermauert jetzt diese alltägliche Empfehlung. Die Studienergebnisse, in der mehr als 47.000 Männer alle vier Jahre in Fragebögen ihre Ernährungsgewohnheiten dokumentierten, hat Dr. Hyon Choi vom General Hospital, Boston, im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Während der Studie wurde bei 730 Männern erstmals eine Gicht-Erkrankung diagnostiziert. Nach Analyse der Daten ist dabei die Rate von Gicht-Erkrankungen bei dem Fünftel der Männer mit den höchsten Fleischkonsum, laut der Statistik ergaben sich in dieser Gruppe im Mittel 2,5 Fleisch-Mahlzeiten pro Tag, um 40 Prozent höher als bei dem Fünftel der Männer mit dem niedrigsten Konsum. Diese Gruppe hatte im Durchschnitt 0,5 Fleisch-Mahlzeiten pro Tag. Besonders gefährdet für Gicht sind nach den Studienergebnissen Personen, die bei den Hauptmahlzeiten viel Rind-, Schweine- oder Lammfleisch zu sich nehmen.

Auch beim Verzehr von Meerestieren kommt es zu einem Anstieg der Gicht-Inzidenz. Beim höchsten Verzehr an Fisch und Schalentieren mizt etwa 0,8 Mahlzeiten pro Tag, sei die Gicht-Rate um 50 Prozent höher als in der Gruppe mit dem niedrigsten Verzehr mit 0,04 Mahlzeiten pro Tag gewesen. Keinen Zusammenhang gab es dagegen zwischen der Menge verzehrten purinreichen Gemüses und der Häufigkeit neu diagnostizierter Gicht-Erkrankungen. Umgekehrt war die Gichthäufigkeit dagegen mit der Menge konsumierter Molkereiprodukte korreliert.

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