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Neurologie 27. Oktober 2005

Drei Fragen erhärten Verdacht auf Migräne

Mit drei standardisierten Fragen nach typischen Symptomen können Hausärzte einfach und schnell feststellen, ob es sich bei den Beschwerden eines Patienten mit wiederkehrenden Kopfschmerzen um eine Migräne handelt.

Das Team um Dr. Roger K. Cady vom Kopfschmerz-Zentrum in Springfield im US-Staat Missouri hat bei mehr als 3.000 Patienten mit bekannter Migräne die Wertigkeit eines Drei-Fragen-Screenings geprüft. Die Patienten waren Teilnehmer einer Studie, in der die Ansprechraten auf ein Triptan untersucht wurden (Headache 44, 2004, 323). Die Fragen waren: Haben Sie rezidivierend Kopfschmerzen, die Sie im Alltag behindern? Dauern die Schmerzen mindestens vier Stunden? Haben Sie in den vergangenen sechs Monaten neue oder andersartige Kopfschmerzen bekommen? Migräne wird diagnostiziert, wenn die ersten beiden Fragen mit Ja beantwortet werden, die dritte mit Nein. Bei den Probanden war die Migräne vor Beginn der Studie entweder anhand der Kriterien der Internationalen Migräne-Gesellschaft IHS, aufgrund der klinischen Einschätzung eines Studienarztes oder der Anamnese der Patienten festgestellt worden. Das Ergebnis zeigte, dass bei etwa vier von fünf Patienten mit den drei Fragen nach Einschränkungen im täglichen Leben, nach Dauer der Attacken sowie der Gleichartigkeit der Schmerzen über mindestens sechs Monate Migräne festgestellt werden konnte. Deshalb befürworten die Studienautoren, dass Hausärzte mit den drei Fragen Kopfschmerz-Patienten auf Migräne screenen.

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