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Orthopädie 1. März 2006

Adjuvante Laserakupunktur bei der Behandlung des Schleudertraumas der Halswirbelsäule: eine prospekt

Die Peitschenschlagverletzung der Halswirbelsäule ist im klinischen Alltag ein häufiges Verletzungsbild. Die verschiedenen zur Anwendung gebrachten Therapiekonzepte bringen in den meisten Fällen die Beschwerden in kurzer Zeit zum Abklingen, können jedoch nicht verhindern, dass es bei einigen Prozent der Verletzten zu chronischen Krankheiten führt. In dieser prospektiv randomisierten placebokontrollierten Einfachblindstudie wurde die Wirkung einer adjuvanten Laserakupunkturbehandlung auf die akuten Beschwerden sowie das Ergebnis 1 Jahr nach der Verletzung untersucht. Die Patienten der Gruppe 1 (Laserakupunkturgruppe, n = 23) wurden mit Laserakupunktur (5 mW HeNe Laser auf 22 Akupunkturpunkte für je 15s) sowie Schanzkrawatten und einer Kombination aus Paracetamol und dem Myotonolytikum Chlormezanon behandelt, während in der Gruppe 2 (n = 22) bei gleichem Behandlungsschema ein Placebo-Laser zur Anwendung kam. Die Behandlung wurde 3-mal pro Woche bis zur Beschwerdefreiheit durchgeführt. Es zeigte sich weder in der Akutphase im Hinblick auf die Beweglichkeit in allen 3 Ebenen, die Dauer der Schmerzen und die Tragedauer der Schanzkrawatte sowie die Medikamenteneinnahme noch in der Inzidenz von chronisch rezidivierenden Beschwerden wie myofasciale Schmerzen, Cephalea, Vertigo und Tinnitus Vorteile der Laserakupunkturbehandlung. CONCLUSION: Bei der Peitschenschlagverletzung erscheint eine adjuvante Laserakupunkturtherapie mit einem 5 mW HeNe Laser und einer Bestrahlungszeit von 15s wirkungslos.

Nicolas Aigner, Christian Fialka, Christian Radda, Vilmos Vecsei, Wiener klinische Wochenschrift

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