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Orthopädie 3. Oktober 2006

EULAR-Jahrestagung

Eines der wesentlichen Highlights im diesjährigen rheumatologischen Kongressgeschehen war die EULAR-Jahrestagung in Amsterdam von 21. bis 24. Juni. Bei diesem wichtigen Kongress waren über 11.000 Ärzte aus über 53 Ländern vertreten. Auch die österreichischen Kollegen waren sehr präsent, und so haben wir uns erlaubt, in dieser Ausgabe des rheuma plus die wichtigsten österreichischen Beiträge für Sie zusammengefasst zu präsentieren, um auch der breiten rheumatologisch interessierten Kollegenschaft die Höhepunkte der österreichischen Forschung näher zu bringen.
Im Zusammenhang mit dem EULAR-Kongress finden Sie in diesem Heft auch wesentliche Topics aus österreichischer Sicht. So wird die Bedeutung rheumatischer entzündlicher Früherkrankungen betont. Nicht minder wichtig sind nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen, wie das weite Feld der Polyarthrosen, insbesondere der Fingerarthrosen. Sie haben nun eine neue Definition bekommen, wobei die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Hände durch medikamentöse Möglichkeiten aufgezeigt wird.
Nach wie vor weist der Wissensstand der Bevölkerung über rheumatische Erkrankungen wesentliche Lücken auf. Dem sollte der Wiener Rheumatag am 7. Oktober 2006 im Festsaal des Wiener Rathauses entgegenwirken. Auf dieser groß angelegten Publikumsveranstaltung werden nun schon seit fünf Jahren wesentliche Informationen über rheumatologische Erkrankungen der Bevölkerung näher gebracht. Interessierte Kollegen finden das Programm und eine Kurzfassung der wissenschaftlichen Vorträge in diesem Heft.
Zugleich geht die Aufklärung der Öffentlichkeit im Zuge der Früherkennungskampagne weiter: Im zweiten Halbjahr 2006 hat das Rheumazelt seine Tour durch Wien und die Bundesländer begonnen. Im Vergleich zum Rheumabus hat es sich als wesentlich einsatzfreudiger und schneller erwiesen und ermöglicht auch Patienten Zugang, die früher nicht erreichbar waren.
Schließlich möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf eine sehr verbreitete Erkrankung lenken, nämlich die Gicht. Sie steht in engem Konnex mit Stoffwechselstörungen und stellt einen Eckpfeiler im metabolischen Syndrom dar, wird aber von der Kollegenschaft viel zu wenig beachtet. Besonders die Frühsymptome einer Hyperurikämie werden kaum wahrgenommen, zudem ist die Therapietreue der Patienten sehr mangelhaft. Zu denken sollte geben, dass diese Erkrankung nicht nur zur Zerstörung der Gelenke führt, sondern insbesondere auch Nierenerkrankungen, Hochdruck und Insulte verursacht, die letztendlich wie bei diabetischen Erkrankungen die Todesfolgen sind. Die Gicht ist das Thema des DFP-Literaturstudiums in dieser Ausgabe.
Wir hoffen, Ihnen mit diesem Heft einen interessanten und abwechslungsreichen Überblick aus der Rheumatologie zu bieten.

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