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Orthopädie 1. Mai 2008

Patientenschulung im frühen Krankheitsmanagement der Spondylitis ankylosans und verwandter Spondyloa

Zu Beginn einer Erkrankung stehen bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis (SpA) Unsicherheiten bezüglich der Erkrankung und des Verlaufes, manchmal auch Zukunftsängste im Vordergrund. Im Rahmen einer komprehensiven und interdisziplinären Versorgung bedürfen sie einer umfassenden Patientenschulung. Diese hat die Aufgabe, Patienten ein besseres Selbstmanagement zu ermöglichen. Patientenschulung zielt neben der Steigerung des Krankheits- und Behandlungswissens auf eine Verbesserung der Körperwahrnehmung, eine günstige Beeinflussung von Einstellungen, eine Steigerung der Selbstwirksamkeit und Kompetenzen sowie auf krankheits- bzw. gesundheitsbezogene Verhaltensänderung. Der Arbeitskreis Patientenschulung in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat seit 1989 mehrere Schulungsprogramme erarbeitet, deren Methodik und Didaktik verhaltensmedizinische Aspekte berücksichtigt. Das Schulungsprogramm für AS Patienten ist themenzentriert und patientenorientiert. Es wird interdisziplinär durch ein qualifiziertes Schulungsteam durchgeführt und umfasst 6 Module von jeweils 90 Minuten Dauer. Wirksamkeitsnachweise auf verschiedenen Ebenen ebenso wie die sozialmedizinischen und gesundheitsökonomischen Vorteile werden vorgestellt. Besonders noch nicht so lang erkrankte Patienten mit auffälligen Werten in den Selbsteinschätzungsinstrumenten (BASDAI, FFbH-R, AHI) profitieren von dem Schulungsprogramm.

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