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Orthopädie 1. Dezember 2007

Osteoporose in einer Population aus Bratislava – altersabhängige Knochendichteänderungen

Wir haben bei 498 Frauen aus Bratislava im Alter zwischen 21 und 90 Jahren die Knochendichte im proximalen Bereich des Femurs gemessen (in den "Regions of interest" ROI1 – neck, ROI2 – Ward's area, ROI3 – Trochanter). Auf Grund der empirischen Häufigkeitsverteilung der T-Werte haben wir mit dem χ2 -test (Chi-square goodness-of-fit statistics) in der Grundgruppe der Population die Häufigkeitsverteilung festgestellt. Die entsprechend der T-Werte festgestellte Häufigkeit der Osteoporose betrug in ROI1 2,40 %, in ROI2 16,34 % und in ROI3 3,83 %. Die Patientinnen wurden nach dem Alter in 10-Jahres-Gruppen eingeteilt. In jeder Gruppe wurde die Zahl der Osteoporosepatientinnen in Prozent (%) berechnet. Es hat uns interessiert, welcher ROI für die Feststellung der Altersabhängigkeit der Knochendichte am besten geeignet ist. Obwohl die Werte von ROI2 (Ward's), entsprechend der WHO, nicht zur diagnostischen Sicherstellungen der Osteoporose zugelassen sind, zeigte ROI2 die Altersabhängigkeit der Knochendichte am besten. Gegenüber ROI1 und ROI3 wird in der ROI2 überwiegend trabekulärer Knochen gemessen. Die geringere Altersabhängigkeit der Knochendichte in ROI1 und ROI3 dürfte durch osteoarthrotische Veränderungen bedingt sein. Bei der Streuungsanalyse hat sich gezeigt, dass die Alterskategorie 9,6 % der Ganzvariabilität der T-Werte für ROI1, 24,7 % für ROI2 und 11,7 % für ROI3 erklärt. Im Fisher-Test wurde die statistische Relevanz (α = 0,05) der Altersabhängigkeit der Knochendichtewerte in ROI1, ROI2, ROI3 unabhängig von anderen Risikofaktoren aufgezeigt. Um den Störfaktor der Osteoarthrose auszuschließen, ist die Entwicklung und Anwendung von neuen densitometrischen Methoden, die getrennt kortikalen and trabekularen Knochen messen, notwendig.

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