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Orthopädie 1. Jänner 2007

Gelenkerhaltende chirurgische Therapie der Gonarthrose im mittleren Lebensalter

Verschiedene gelenkerhaltende Therapiemöglichkeiten bei der Gonarthrose des Patienten in mittlerem Alter stehen zur Verfügung. Das arthroskopische Debridement hat nach wie vor seinen Stellenwert, Voraussetzung ist jedoch eine strenge Indikationsstellung. Die Mikrofrakturierung zeigte vor allem in den ersten 2 Jahren gute und sehr gute Ergebnisse. Für Knorpelschäden bis 4 cm2 stellt die Mosaikplastik eine gute Therapieoption dar. Bei größeren Defekten sollte beim jüngeren Patienten die autologen Chondrozytentransplantation (ACT) in Betracht gezogen werden. Bei vorbestehender Arthrose ist die alleinige ACT nicht empfehlenswert. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte die ACT darüber hinaus in den Vergleichsstudien keine besseren Ergebnisse gegenüber der Mosaikplastik oder der Mikrofrakturierung zeigen. Grundlegend für eine erfolgreiche chirurgische Knorpeltherapie ist ein stabiles Gelenk mit entsprechendem biomechanisch normalem Alignment. Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Umstellungsosteotomie sollte auf der Ganzbeinröntgenaufnahme bei jedem Patienten überprüft werden.

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