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Orthopädie 26. April 2016

Ultramarathon verursacht keine Schäden

Extreme Laufbelastungen führen zu keinen dauerhaften Schäden an den Gelenken. Vielmehr zeigt der Knorpel der Fuß- und Sprunggelenke ein erstaunliches Potenzial zur Regeneration.

Daten von Extremsportlern geben tiefe Einblicke, wie sich die Belastungen auf den Körper auswirken, berichtet ein Team um Dr. Uwe Schütz vom Uniklinikum Ulm. Die Wissenschaftler haben die 67 Teilnehmer des Transeuropa-Laufs (4.488 Kilometer in 64 Tagen) von 2009 mit einem mobilen Kernspingerät (MRT) während des Laufs regelmäßig untersucht, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik. Der Fokus lag auf den Auswirkungen der Belastungen auf die Gelenke.

Die MRT-Aufnahmen zeigten, dass die Gelenke auf die Strapazen signifikant reagierten, so Schütz. Es sei in allen Gelenken zu einer Zunahme der T 2-gewichteten Signale gekommen, ein Marker, der eine Störung im Knorpel anzeigt, so Schütz. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass aufgrund der Belastung der Verlauf der oberflächlichen Kollagenfasern gestört wurde und durch teilweise Zerstörung von Knorpelmatrixproteinen der Wassergehalt des Knorpels zugenommen hatte. Die Gelenke erholten sich noch während des Laufs, was eine erstaunliche Beobachtung ist.

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