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Orthopädie 3. Februar 2015

Injury pattern in correlation with the height of fatal falls

Background: Death due to blunt trauma as a sequel of falls, as a cause of an increased life span is expected. The aim of this retrospective study was to examine the correlation between the height of fall and the frequency, the extensiveness, and the type of injuries of certain body regions and organs.

Methods: The study included 201 cases of fatal falls, which consisted 118 male and 83 female cases. All subjects were assessed in a standard autopsy for height of fall, cause of death, and injury pattern.

Results: Concerning the height of fall, 111 (55.2 %) cases involved falls on a plane level, 72 (35.8 %) from one level to another lower level, less than 5 meters, and 18 (9 %) cases from one level to another lower level, more than 5 meters. Mean age at the time of death was 66.7-years-old (range 22–98). The immediate cause of death was in 94 cases blunt head trauma, in 40 cases cardiovascular diseases, in 56 cases bronchopulmonal diseases, in 3 patients Polytrauma, in 5 patients multi organ failure, and in 3 patients other causes were identified. At the autopsy, 66 patients showed fractures of the skeletal system. The most common cause of death independent from the height of fall was head trauma with 46.7 %.

Conclusion: Both post-mortem findings and medical and psychiatric history, in conjunction with the findings at the death scene and toxicology results have to be considered to obtain the clearest possible picture of the circumstance of death.

Zusammenfassung

Grundlagen: Stürze werden aus rechtsmedizinischer Sicht als eine von hoher kinetischer Energie getragenen Abwärtsbewegung des Körpers mit abruptem Auftreffen auf den Boden definiert. Da die Fallhöhe die Aufprallgeschwindigkeit und damit die kinetische Energie des Aufpralls bestimmt, stellt sie den entscheidensten Parameter für das Verletzungsbild und die Letalität dar.

Ziel dieser retrospektiven Studie war es, Stürze zu ebener Erde von Stürzen von einer Ebene auf eine andere (Sturzart) zu differenzieren und die daraus resultierenden Verletzungsmuster zu analysieren.

Methodik: In einem Zeitraum von 2 Jahren wurden im Institut für Rechtsmedizin München 4867 Obduktionen durchgeführt, davon gingen über 4 % der Fälle auf Sturzereignisse zurück. Diese wurden mittels der Sektionsprotokolle, Krankengeschichten und katamnestischer Angaben nach folgenden Kriterien ausgewertet: Alter, Geschlecht, Todesursache, -umstände, Sturzart, äußere und innere Verletzungen sowie Überlebenszeit.

Ergebnisse: Unter den 201 obduzierten Gestürzten fanden sich 118 Männer und 83 Frauen. Das Durchschnittsalter betrug 66,7 Jahre (22–98 Jahre), wobei 60,7 % der tödlichen Sturzereignisse auf > 65jährige fielen. 111 der Betroffenen stürzten zu ebener Erde, bei 72 war die Sturzhöhe gering und 18 kamen bei einem Sturz aus großer Höhe ums Leben.

Die häufigste Todesursache, unabhängig von der Sturzhöhe, war das stumpfe Schädel-Hirn Trauma (46,7 %).

Schlussfolgerung: Im Rahmen der durchgeführten Obduktionen konnte bei den Gestürzten als häufigste Todesursache – unabhängig von der Sturzhöhe – ein Schädel-Hirntrauma festgestellt werden.

 

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