zur Navigation zum Inhalt
 
Orthopädie 5. August 2014

5-Jahres-Ergebnisse nach primärer Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes bei Leistungssportlern: Bone-Tendon-Bone versus Semitendinosus-Gracilis-Plastik im Vergleich

Hintergrund

Semitendinosus- und Gracilissehne (STG) als auch die Patellarsehne (BTB) sind gängige Transplantate zur Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes. Die Ergebnisse beider Techniken sind jeweils zufriedenstellend, jedoch gibt es nur wenige Arbeiten, die die Ergebnisse beider Methoden bei Leistungssportlern miteinander vergleichen.

Material und Methoden

96 Patienten mit isolierter vorderer Kreuzbandruptur wurden prospektiv randomisiert und in die Studie eingeschlossen. Die operative Versorgung der inkludierten Patienten mit STG- oder BTB-Transplantat erfolgte an einem Zentrum durch einen einzigen Operateur. Langzeituntersuchungen nach mindestens fünf Jahren schlossen den IKDC- und KOOS-Fragebogen sowie klinische Ergebnisse (ROM, Lachmann Test, KT-2000) ein.

Ergebnisse

Der Vergleich beider Methoden ergab keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich KOOS und IKDC. Der instrumentelle Kniestabilitätstest KT-2000 ergab eine leichte erhöhte Laxizität bei Patienten der STG-Gruppe. Es gab keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Entnahmemorbidität im Vergleich, sowie im Vergleich zwischen der Singel- und Doppel-Inzisionstechnik. Schmerzen beim Knien traten signifikant seltener nach STG-Transplantat auf.

Zusammenfassung

Sowohl das STG- als auch BTB-Transplantat liefern vergleichbar gute klinische Ergebnisse in einem sportlich hoch aktiven Kollektiv mit einem Langzeit-Follow-up von zumindest fünf Jahren. Dabei ergab sich kein signifikanter Unterschied hinsichtlich Kniegelenks-Stabilität. Obwohl auch kein signifikanter Unterschied hinsichtlich Entnahmemorbidität vorliegt, scheint das STG Transplantat für Patienten in knienden Berufen vorteilhaft zu sein.

Johannes Leitgeb, Julia Koettsdorfer, Rupert Schuster, Florian M. Kovar, Patrick Platzer, Silke Aldrian, Wiener klinische Wochenschrift 13/14/2014

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben