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Orthopädie 28. Februar 2014

Discographie kann schaden

Die diagnostische Infiltration von Bandscheiben sollte nur im Einzelfall erwogen werden.

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben; nicht immer ist die Bandscheibe schuld . Um zweifelsfrei festzustellen, ob oder welche Bandscheiben die Schmerzen verursachen, wird oft eine Discographie durchgeführt: Dabei werden Bandscheiben mit einer Punktionsnadel angestochen und Medikamente eingespritzt. So kann eruiert werden, welche Bandscheiben defekt sind und den Schmerz auslösen.

Neue Forschungen im Zelllabor des Orthopädischen Spitals Speising Wien haben nun jedoch ergeben, dass dieses Infiltrieren mit Medikamenten die Bandscheibe zusätzlich schädigen kann. Die Forscherinnen führen das auf die Wirkung der verabreichten Substanzen zurück. Für diese neue Erkenntnis erhielt das Team des Zelllabors vor kurzem der Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie. Zelllabor-Leiterin DDr. Claudia Eder: „Die Konsequenz daraus ist für uns, dass wir die Discographie nur noch ganz selten anwenden. Im Sinne einer zweifelsfreien Diagnose bei Rückenproblemen ist diese Punktierung zwar manchmal tatsächlich vonnöten, jedoch muss in jedem Einzelfall abgewogen werden, ob eine Discographie durchgeführt werden soll.“

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