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Orthopädie 5. November 2012

Densoumab bei postmenopausaler Osteoporose – rezente klinische Daten

Denosumab, ein voll-humaner monoklonaler Antikörper gegen den zentralen Osteoklastenfaktor RANK Ligand, ist derzeit zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose zugelassen. Denosumab unterscheidet sich von Bisphosphonaten in vielerlei Hinsicht, unter anderem darin, dass Denosumab seine Wirkung im extrazellulären Raum entfaltet und sich wahrscheinlich im gesamten Skelett verteilt. Im Gegensatz dazu müssen Bisphosphonate von Osteoklasten aufgenommen werden und verteilen sich überwiegend an den Knochenoberflächen. Dies könnte erklären, warum Osteoporose-Patienten, die bereits mit Bisphosphonaten behandelt wurden, weitere klinische Verbesserungen aufweisen, wenn ihre Therapie auf Denosumab umgestellt wird. Direkte Vergleichsstudien zeigten, dass eine Umstellung auf Denosumab zu einem größeren Anstieg der Knochenmineraldichte (BMD) und größerer Reduktion des Knochenumbaus führte, als eine Weiterbehandlung mit Alendronat. Zusätzliche Analysen der Phase 3 FREEDOM Studie belegten, dass die Verringerung der Frakturen besonders hoch bei kortikalen Knochen war, beispielsweise in den Handgelenksknochen. Zusätzlich zeigte die Denosumab Behandlung über fünf und acht Jahre eine anhaltende Verringerung des Frakturrisikos, einen weiteren Anstieg der BMD und eine anhaltend gute Verträglichkeit. Die über sieben Jahre laufende Verlängerungsstudie von FREEDOM und eine Phase 3 Studie zur Wirkung von Denosumab bei männlichen Osteoporose Patienten laufen derzeit und werden in näherer Zukunft weitere Daten liefern.

Christian Muschitz, Astrid Fahrleitner-Pammer, Johannes Huber, Elisabeth Preisinger, Stefan Kudlacek, Heinrich Resch, Wiener Medizinische Wochenschrift 17/18/2012

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