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Orthopädie 28. März 2012

Hüftimplantate: Giftiger Kobalt-Chrom-Abrieb

Die Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) in Großbritannien rät Patienten mit einem speziellen Typ von Hüftendoprothesen, sich jährlich untersuchen zu lassen. Anlass ist ein Bericht des British Medical Journal und der BBC zur Sicherheit von Metall-auf-Metall-Implantaten (BMJ 2012; online 28. Februar). Besonders bei Kobalt-Chrom-Implantaten sei es möglich, dass giftiger Abrieb in den Körper gelange. Wer in Großbritannien damit versorgt ist, sollte sich jetzt jährlich auf Metall-Ionen im Blut untersuchen lassen; sind die Werte erhöht, sollten mögliche Komplikationen mit MRT abgeklärt werden. Die Metallionen könnten Entzündungen sowie Muskel- und Knochennekrosen verursachen; sie stehen zudem im Verdacht, karzinogen zu sein. Wissenschaftler hätten seit Jahren vor den Gefahren gewarnt. Kritisiert wird vor allem, dass Medizinprodukte nur nach einer technischen Prüfung auf den Markt kommen dürfen. Klinische Studien zu möglichen Komplikationen werden nicht gefordert.

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