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Orthopädie 1. Dezember 2011

Osteoporose bei Psoriasis-Arthritis: gibt es sie?

ZIELE: Obwohl es als ein Merkmal entzündlich-rheumatischer Erkrankungen angesehen wird, gibt es viel Kontroverse über die niedrige Knochenmasse bei Patienten mit psoriatischer Arthritis. Das Ziel dieser Querschnittsstudie war es, die Knochenmineraldichte bei Patienten mit psoriatischer Arthritis zu analysieren, sowie ihre mögliche Verbindung mit einigen Ausmaßen der Krankheitsaktivität und funktionaler Kapazität zu untersuchen. PROBANDEN UND METHODEN: Neunundsechzig Patienten, bei denen psoriatische Arthritis festgestellt wurde (Durchschnittsalter 56,20 ± 12,23 Jahre), und die nicht mit gezielten antiosteoporotischen Medikamenten behandelt wurden, wurden aus der klinischen Datenbank ambulanter Patienten angeworben. Die Knochenmineraldichte wurde an der Lendenwirbelsäule und an der linken Hüfte mittels Dualröntgenabsorptiometrie gemessen. Die Ausmaße der Krankheitsaktivität umfassten: Dauer der Morgensteifheit, schmerzende Gelenkschwellung, allgemeine Einschätzung durch den Patienten selbst und durch den Arzt, Manifestation von Daktylitis und/oder Enthesitis, ESR und CRP, und Krankheits-Aktivitäts-Score (DAS 28). Ein Fragebogen zur Beurteilung der Gesundheit (HAQ) wurde verwendet, um den funktionalen Status der Patienten zu beurteilen. ERGEBNISSE: Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation wurde bei 7,2 % der Patienten Wirbelsäulenosteoporose, bei 1,4 % der Patienten Osteoporose des Hüftgelenks und bei 2,9 % der Patienten Osteoporose des Schenkelhalses festgestellt. Es gab keine signifikante Verbindung von keinem der Ausmaße der Krankheitsaktivität mit der Knochenmineraldichte an keinem der Messbereiche. Eine höhere HAQ Punktzahl wurde in Verbindung gebracht mit niedrigerer Knochenmineraldichte des Hüftgelenks. SCHLUSSFOLGERUNG: Anhand unserer Stichprobe der Patienten mit Psoriasis-Arthritis haben wir keine erhöhte Prävalenz der Osteoporose gefunden. Es gab keine Verbindung von Knochenmineraldichte mit Hinweisen auf Krankheitsaktivität, während negative Korrelation festgestellt wurde zwischen dem HAQ und der Knochenmineraldichte des Hüftgelenks.

Simeon Grazio, Selma Cvijetić, Tonko Vlak, Frane Grubišić, Valentina Matijević, Tomislav Nemčić, Marija Punda, Zvonko Kusić, Wiener klinische Wochenschrift 23/24/2011

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