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Foto: PhotoDisc
Knorpelabbau soll nicht erst erkannt werden, wenn er fortgeschritten ist.
 
Orthopädie 21. April 2010

Neues Verfahren entdeckt Arthrose früher

Infrarot-nahe Spektroskopie (NIRS) erleichtert die Diagnose.

Jenaer Forscher haben das für die Arthroskopie verwendete Endoskop um ein Instrument für Infrarot-nahe Spektroskopie (NIRS) ergänzt und so Messdaten zur molekularbiologischen Beschaffenheit des Knorpels gewinnen können.

 

Derzeit erfolgt die Diagnose der Arthrose in der Regel durch eine Arthroskopie aufgrund des optischen Eindrucks und des Palpierens des Knorpels. Im Vergleich zu anderen Verfahren wie Röntgen, MRT und Arthroskopie lassen sich durch eine zusätzliche NIRS Gelenkschäden wesentlich früher erkennen.

Die bei Arthrose auftretenden Schäden werden durch Störungen des Knorpelstoffwechsels verursacht, so dass sich die erkrankten Knorpel in ihrer biochemischen Zusammensetzung wesentlich von gesundem Gewebe unterscheiden, wie Prof. DDr. Gunther Hofmann, Leiter der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie (MedUni Jena) erklärt. Der Einsatz von NIRS zeigt solche Veränderungen, die in Verbindung mit weiteren Parametern wie Bewegungsfähigkeit der Gelenke und Schmerzintensität Aussagen über das Vorliegen früher Stadien der Arthrose ermöglichen. Die Dauer der Arthroskopie wird dadurch um nur etwa vier Minuten verlängert.

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