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Orthopädie 1. März 2007

Ein Vergleich zweier unterschiedlicher Behandlungen mit navigierter extrakorporaler Stoßwellentherap

HINTERGRUND: Extrakorporale Stoßwellentherapie ist ein empfohlenes Verfahren in der Behandlung der Tendinitis Calcarea. Navigierte niederenergetische Stoßwellentherapie führt zu signifikant besseren Ergebnissen als eine biofeedback Ortung. Diese Untersuchung wurde geplant um zu prüfen ob das Ergebnis nach navigierter nieder-energetischer Stoßwellentherapie durch Steigerung der Energieflußdichte verbessert werden kann. Daher, wurde ein Vergleich zwischen navigierter dreimaliger nieder-energetischer und zweimaliger mittel-energetischer Stoßwellentherapie angestellt um den klinischen und radiologischen Unterschied zu erfassen. PATIENTEN, MATERIAL UND METHODIK: Ein prospekitv, randomisiert und Untersucher-verblindetes Studiendesign wurde bei 50 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren zur Anwendung gebracht. Die Population wurde in zwei Gruppen randomisiert. Alle Patienten beklagten eine therapieresistenten Tendinitis Calcarea seit über sechs Monaten. Klinische und radiologische Kontrollen einschließlich des Constant und Murley Score sowie der Visuellen Analog Skala zur Schmerzbewertung wurden vor Therapiebeginn und zwölf Wochen nach Abschluss der Behandlung durchgeführt. Beide Gruppen wurden mit fokussierter und Röntgen-assistierter navigierter Stoßwellentherapie im Abstand einer Woche therapiert. Gruppe eins wurde dreimal mit nieder-energetischer Stoßwellentherapie (0,08 mJ/mm2; 1000 Impulse) ohne Lokalanästhesie behandelt. Gruppe zwei erhielt zwei mittel-energetische Behandlungen (0,2 mJ/mm2; 2000 Impulse) nach vorhergegangener subacromialer Lokalanästhesie. ERGEBNISSE: 44 (21 Gruppe I, 23 Gruppe II) Patienten beendeten die Studie. In beiden Gruppen kam es zu einer hoch signifikanten klinischen Verbesserung (p < 0,0001) im Constant and Murley Score und der Visuellen Analog Skala. Die Unterscheide zwischen den Gruppen waren nicht signifikant. Insgesamt lösten sich neun Kalkdepots komplett auf, 12 weitere veränderten sich deutlich in Form und radiologischer Dichte. CONCLUSION: Navigierte Stoßwellentherapie verbessert signifikant Schmerz und Schulterfunktion. Die Patienten erreichten nahezu gleiche Ergebnisse nach drei nieder- oder zwei mittel-energetischer Stoßwellentherapie. Wie in Gruppe zwei durchgeführt, empfehlen wir die Durchführung zweier navigierter Stoßwellentherapien aufgrund des geringeren Zeitaufwandes.

Manuel Sabeti, Ronald Dorotka, Alexandra Goll, Martin Gruber, Klaus Dieter Schatz, Wiener klinische Wochenschrift

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