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VAC-Therapie – was lässt sich objektivieren?

GRUNDLAGEN: Topical negative pressure (TNP) oder vacuum assisted closure (VAC) ist ein System zur Förderung der Wundheilung. Es kommt manchmal als primäre Behandlung von chronischen oder komplexen Wunden, meist aber als Unterstützung und/oder Vorbereitung für chirurgische Eingriffe zum Einsatz. Die erfolgreiche Anwendung und rapide Verbreitung des Systems eilte den tatsächlichen Erkenntnissen über physiologische Wirkungsmechanismen und evidenzbasierten Daten voraus. METHODIK: Eine Metaanalyse von peer-reviewed-Publikationen über VAC unter Verwendung der Suchmaschine "Pubmed-Medline" mit den Suchbegriffen: randomised clinical trial, vacuum assisted closure, topical negative pressure wurde durchgeführt. ERGEBNISSE: Die Auswertung der Studien zeigte, dass vor allem in Anfangsphase der VT (Vakuum-Therapy) eine Stimulation von Wundheilungsvorgängen stattfindet. Die Perfusionssteigerung kann als gesichert angenommen werden. Die Datenlage spricht auch für einen positiven Effekt bei der Infektsanierung. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Wegen der noch vielfach ungeklärten Mechanismen der VAC-Therapie und der Diskrepanz zwischen evidenzbasierter Datenlage und ausgezeichneten klinischen Erfolgen, sind weitere prospective, randomisierte, verblindete Untersuchungen notwendig. Trotzdem halten wir eine kritische Anwendung in erfahrenen Händen, nämlich denen eines Chirurgen oder chirurgisch Tätigen für absolut gerechtfertigt.

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