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Kotsteine und Appendektomie im Kindesalter

GRUNDLAGEN: Kotsteine der Appendix sind eine bekannte Ursache für die Appendizitis. Das Vorhandensein eines Appendikolithen per se könnte daher eine Indikation zur Appendektomie darstellen. METHODIK: Retrospektive Untersuchung über einen Zeitraum von 6 Jahren aller Blinddarmoperationen. Verlauf und Diagnose wurden in Bezug auf das Vorhandensein eines Appendikolithen für verschiedene pädiatrische Altersgruppen erhoben. Diese wurden in folgende Gruppen eingeteilt: 0–4 Jahre, 4–6 Jahre, 6–10 Jahre, 10–14 Jahre, 14–18 Jahre, sowie 3 Kategorien (keine Blinddarmentzündung, Blinddarmentzündung, Perforation) zugeordnet. ERGEBNISSE: Neunhundertneunzig Patienten waren inkludiert. Die Inzidenz eines Appendikolithen betrug 28,6%, bei 4–6 jährigen 37,6%. Appendikolithen führten signifikant häufiger zur Perforation (odds ratio 2,27; p < 0,0001), in den Altersgruppen 0–6 Jahre vs 6–18 Jahre betrug die odds ratio: 10,2; (p < 0,0001). Der präoperative Krankheitsverlauf ist signifikant hänger in der Gruppe ohne Appendikolith (p = 0,04). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Appendikolithen sind ein hoch signifikanter Faktor für das Auftreten einer spontanen Perforation. Das rechtfertigt die Appendektomie zur Vermeidung der Perforation bei zufällig entdecktem Appendikolith.

K. Paya, C. Treitl, A. Barousch, J. Wurm, R. Felder-Puig, S. Puig, European Surgery

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