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Adenokarzinom in kurzstreckigem Barrett-Ösophagus: Bericht über 5 Fälle und eine Übersicht der Liter

GRUNDLAGEN: Bei Patienten mit Refluxkrankheit findet sich oft ein kurzstreckiger Barrett-Ösophagus, in dem auch ein Adenokarzinom entstehen kann. METHODIK: Bericht über 5 Fälle von Adenokarzinom der Speiseröhre in einem kurzstreckigen Barrett-Ösophagus (inkl. Radiodiagnostik, Funktionsdiagnostik, Histopathologie und Operationen). ERGEBNISSE: Bei 4 Männern und einer Frau (mittleres Alter 58 Jahre) und über im Mittel 9 Jahre dauernden Refluxsymptomen fanden sich kleine Ösophagus-Adenokarzinome des intestinalen Typs in einem kurzstreckigen Barrett-Ösophagus: beschränkt auf die Mukosa (n = 1), bis in die muscularis propria (n = 2) und weiter fortgeschritten (n = 2). In 4 Fällen lagen bereits Lymphknotenmetastasen vor. Es wurden jeweils eine video-assistierte Ösophagusresektion mit Magenhochzug und zervikaler Anastomose durchgeführt (keine Mortalität, 3× Anastomosendehiszenz zervikal). Ein Patient verstarb 10 Monate nach OP an einem Rezidiv eines Nierenkarzinoms, einer 62 Monate nach OP an einem Herzinfarkt. Ein Patient verstarb 38 Monate postoperativ am Rezidiv des Ösophaguskarzinoms. Zwei Patienten leben 18 bzw. 40 Monate nach OP. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Auch in einem kurzstreckigen Barrett-Ösophagus kann ein Adenokarzinom entstehen, weshalb eine regelmäßige endoskopische und bioptische Nachsorge unter PPI-Therapie bei Refluxkrankheit empfohlen wird.

A. Csendes, I. Braghetto, P. Burdiles, G. Smok, European Surgery

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