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Unerkannte Gallengangsverletzung nach Cholezystektomie erfordert Hemihepatektomie rechts

GRUNDLAGEN: Die direkte Einmündung eines rechten Segmentgallengangs in den Ductus cysticus ist eine extrem seltene Variante des Gallengangsystems. Eine intraoperative Verletzung dieser Strukturen kann eine persistierende intraabdominale billäre Leckage verursachen. METHODIK: Wir berichten über den Fall einer 74-jährigen Patientin, der eine konventionelle Cholezystektomie bei symptomatischer Cholezystolithiasis zu teil wurde. Postoperativ traten Müdigkeit und Fieber auf. Die Oberbauchsonographie zeigte eine subhepatische Flüssigkeitsansammlung und die intrahepatischen Gallenwege stellten sich als nicht gestaut dar. ERGEBNISSE: Eine perkutane Drainage und röntgenologische Fisteldarstellung deckten die Verletzung des rechten Segmentgallengangs auf. Mittels ERCP konnte die Lokalisation der Verletzung verifiziert werden. Die explorative Laparotomie bestätigte die Diagnose. Der rechtseitige Gallengang, welcher Segment VI und VII drainiert, war verletzt und mündete direkt in den subhepatischen Abszess. Eine Hepatojejunostomie schien unsicher, so dass eine Hemihepatektomie rechts durchgeführt wurde. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Leberteilresektion kann eine mögliche Therapieoption für ein streng selektioniertes Patientengut mit Verletzung der Gallenwege darstellen.

Z. Šubrt, A. Ferko, M. Leško, B. Jon, Z. Papík, Z. Vacek, European Surgery

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