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Meckel-Divertikel: Diagnostik und Therapie

GRUNDLAGEN: Auch der Aufschwung laparoskopischer Techniken in der Abdominalchirurgie hat am grundsätzlichen Problem nach der Diagnose und Therapie des Meckel-Divertikels (MD) nichts geändert. METHODIK: Große Übersichtsarbeiten und Serien insbesondere aus den letzten zehn Jahren und mit besonderer Berücksichtigung erwachsener Patienten wurden für die Analyse heran gezogen. ERGEBNISSE: Bei 1116 Resektionen von asymptomatischen MD betrug die Komplikationsrate 3,67% und die Letalität 0,18%; bei symptomatischer Divertikeln (502 Eingriffe) 9,56% und 1,99%. Der Unterschied ist statistisch signifikant. Aus dieser Tatsache und den aus der Literatur erhobenen Risikofaktoren leiten wir einen Algorithmus zum Verhalten bei asymptomatischem MD ab. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Aktuelle Studien zeigen, dass die Entfernung eines zufällig aufgefundenen MD mit einer Komplikationsrate und Letalität erfolgen kann, die weit unter den für symptomatische Divertikeloperationen liegt. Wir empfehlen daher die Suche und Entfernung des MD in den meisten Fällen, in denen der Eingriff chirurgisch vertretbar ist.

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