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Die Rolle von Venengrafts in der koronaren Bypasschirurgie

GRUNDLAGEN: Die koronare Bypassoperation ist ein wesentlicher Bestandteil der invasiven Behandlung der koronaren Herzerkrankung. Neben den zunehmend häufig verwendeten arteriellen Conduits stellen die Vena saphena magna Bypässe die zahlreichste Gruppe an Grafts. METHODIK: Übersicht der Literatur. ERGEBNISSE: Die Venengrafts bieten Vorteile in der chirurgischen Handhabung, so können zum Beispiel langstreckige plaque bridging Arteriotomien gut überbrückt werden. Auch die Anlage von Anastomosen an Kunststoff-Gefäßprothesen ist mit Venengrafts gut möglich. Ein Problem im Langzeitverlauf stellt die Venengrafterkrankung dar, welche zu Bypassverschlussraten im Bereich von 40–50% nach 10 Jahren führt. Der Schaden, den die Vene erfährt, beginnt mit dem chirurgischen Trauma und der anschließenden Ischämie und wird durch die Implantation im arteriellen Hochdrucksystem fortgeführt. Daher ergibt sich schon die erste Prämisse des "no touch" Explantierens der Vene. Auch die postoperative Betreuung der Patienten ist außerordentlich wichtig. Neben der Pharmatherapie (Aspirin, Statin, ACE-Hemmer, etc.) stellt die optimale Therapie von Bluthochdruck und Diabetes mellitus einen Benefit für den byassoperierten Patienten dar. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Sorgfältige chirurgische Technik und postoperative Patientenbetreuung stellen wichtige Faktoren zur Verbesserung der Ergebnisse nach koronaren Bypassoperationen dar.

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