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Die chemische Zusammensetzung chirurgischer Abgase nach elektrischer Kauterisation, Ultraschalldisek

GRUNDLAGEN: Die Inhalation von Aerosolen ist bei der Elektrochirurgie chirurgischer Alltag. Die vorliegende Studie analysiert die toxischen und kanzerogenen Komponenten dieser Aerosole. METHODIK: Elektrokauter, Ultraschalldissektor und Argonbeamer wurde im Schweinemodell eingesetzt. Die aufgefangenen Aerosole wurden mittels Gas-Chromatographie und Massen-Spetrometrie auf das Vorkommen von Acrylamid, Aldehyden, Ketonen, flüchtigen organischen Komponenten und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe untersucht. ERGEBNISSE: Die Abgase aller Instrumenten enthalten toxische Komponenten wie z.B. Acrylamid, Acetaldehyd, Formaldehyd und Benzol. Zusammensetzung und Toxizität variieren dabei je nach Technik, Energie und behandeltem Gewebe. Hohe Temperaturen erzeugen mehr Aerosole. Absaugung reduziert die Inhalation. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Chirurgisches Abgas enthält toxische und kanzerogene Komponenten. Die im Alltag auftretenden Konzentrationen liegen dabei wahrscheinlich unterhalb eines Gesundheitsrisikos. Trotzdem sollte die Exposition gegenüber chirurgischem "Smog" durch Absaugung minimiert werden. Weitere, praxisorientierte Untersuchungen sind sinnvoll.

C. J. Krones, J. Conze, F. Hoelzl, M. Stumpf, U. Klinge, M. Möller, W. Dott, V. Schumpelick, J. Hollender, European Surgery

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