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Erste Ergebnisse einer prospektiven Studie über nichtchirurgisches Management von Milzverletzungen d

GRUNDLAGEN: Die Milz spielt eine wichtige Rolle in der Immunabwehr und daher hat sich das Vorgehen bei stumpfem Bauchtrauma mit einer Milzverletzung immer mehr in Richtung Milzerhaltung entwickelt. Das Ziel unserer prospektiv angelegten Studie ist es zu evaluieren, welche Patienten von einer konservativen Therapie profitieren. METHODIK: Eingeschlossen werden Patienten mit stumpfem Bauchtrauma und einer Milzverletzung, die älter als 16 Jahre und hämodynamisch stabil sind. 18 chirurgische Abteilungen in Österreich nehmen an der Studie seit Anfang 2003 teil. Bis jetzt haben wir 25 Patienten in der Studie erfasst (17 Männer, 8 Frauen). Das mittlere Alter ist 38 Jahre. Die Verletzten werden nach dem Schweregrad der Milzläsionen eingeteilt und nach einem standardisierten Therapieregime nicht operativ behandelt. ERGEBNISSE: Eine konservative Therapie wurde in 21 (84%) Fällen erfolgreich durchgeführt, bei vier Patienten musste operativ interveniert werden. Das Therapieversagen war in drei Fällen wahrscheinlich durch die hochdosierte Heparintherapie bedingt. Bei einem Patienten mit IV.-gradiger Milzverletzung musste nach 36 Stunden eine Splenorraphie durchgeführt werden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Nach vorläufigen Ergebnissen scheint das konservative, nicht operative Therapie-Management eine gute und effektive Behandlungsmethode zu sein.

P. Kornprat, S. Uranues, B. Salehi, G. Hoebarth, W. Buchinger, M. Kuttnig, M. Roblegg, M. Tillich, European Surgery

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